Erstellt am 14. November 2012, 00:00

Zwist um Laterndlfest. Martini / Der Laterndlumzug im Kindergarten stand für einige Eltern unter dem Mantel der Parteipolitik. Die ÖVP sagte ihren Umzug ab.

Eine Freude. Manuela Wohlmuth und Berthold Pavitsich mit Elisabeth, Laura, Selina, Laura, Leonie und Cinja (v.l.) mit ihren wunderschönen Laternen.  |  NOEN

MÜLLENDORF / Die ÖVP organisiert seit mehr als 15 Jahren den Laterndlumzug zu Martini. Auch heuer war für Sonntagnachmittag das Fest vorgesehen. Es wurde aber kurzerhand abgesagt, nachdem ÖVP-Obmann Karl Tinhof erfahren hatte, dass das ein Laternenfest im Kindergarten ausgerichtet wird. „Wir wollten keine Konkurrenzveranstaltung machen. Eigentlich ist es eine Kernaufgabe des Kindergartens“, begründet ÖVP-Obmann Karl Tinhof die Absage.

Aber es ist anders gekommen. Einige Eltern, die am Kindergartenfest teilnahmen, waren über die „Vorgehensweise“ verärgert. „Das ist zu einem reinen Politikum geworden“, kritisiert eine Mutter, der besonders sauer aufstößt, dass SPÖ-Gemeinderäte gesondert begrüßt wurden.

Das möchte Bürgermeister Werner Huf (SPÖ) so nicht gelten lassen. „Ich distanziere mich von solchen Anschuldigungen. Für mich ist es eine Wertschätzung der Kinder, wenn ich zur Veranstaltung gehe“, meint Huf.

Eltern organisierten den großen Martiniumzug 

Auch von der Absage des großen Umzuges war man enttäuscht. Kurzerhand fanden sich Eltern rund um Berthold Pavitsich und Manuela Wohlmuth ein, um ein privates Laterndlfest zu organisieren. „Es geht uns um die Kinder, die eine große Freude am Laternenfest haben und nicht um Politik“, meint Mitorganisatorin Manuela Wohlmuth.