Erstellt am 09. April 2013, 15:58

Die Kunst des Genießens....in Caorle. Genuss schmecken, Kultur erleben, Architektur bestaunen, Traditionen verstehen und am Strand die Seele baumeln lassen. Der Urlaubsort an der Adria von seiner schönsten Seite …

 |  NOEN, Kaiser
Von Stefan Kaiser

„Klein Venedig“ wird sie oft genannt, die kleine Stadt an der norditalienischen Riviera. Und den verträumten Beinamen trägt Caorle auch zu Recht: Kultur, Kulinarik, Geschichte, verspielte Baukunst, das klare Meer und die typisch italienische Leichtigkeit verschmelzen hier zu einem ganz besonderen Fleckchen von „Bella Italia“.

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Beeindruckend ist bereits die Ankunft in Caorle. Der alte Hafen bietet einen von der Geschichte geprägten Anblick: Hier tummeln sich unzählige Fischerboote, Kutter und kleine Barken, die am Wasser schaukeln – voll gepackt mit Netzen, Seilen, Haken und anderer Fischerausrüstung, bereit, wieder in See zu stechen. Sie erzählen durch Charme, aber mit Bescheidenheit, aus der jahrtausendalten Geschichte des eigentlichen Fischerdorfes.
Je mehr der Stadtkern näher rückt, desto mehr empfängt das italienische Flair die Besucher. Langgezogene Einkaufsstraßen laden zum Bummeln ein, verwinkelte Restaurants und Cafés locken mit frischen Spezialitäten aus dem Land, Eisdielen bieten Erfrischung an und Menschen schlendern unbekümmert die Promenade entlang.
Wer Auge und Gaumen verwöhnen möchte, ist in der Altstadt genau richtig. Im venezianischen Stil präsentieren sich viele Häuser, die auffallend bunt gestrichen sind. Und besonders in den zahlreichen engen Gassen lädt die Stadt an der italienischen Adria so richtig zum Erleben ein. Frei nach dem Motto: kosten, schmecken und genießen – besonders in den unscheinbarsten Durchgängen verwöhnen nämlich kleine Läden mit Leckereien aus der Region. Und an so manchen Ecken einer Straße verstecken sich Restaurants, die die traditionelle italienische Küche mit Herz und Seele auftischen – Pizza, Spaghetti, Gnocci, Muscheln und Lasagne ganz nach „mama italia“.

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Wie es in Italien oft üblich ist, beginnt der Hochbetrieb erst am Abend. Und das Sprichwort „Liebe geht durch den Magen“ scheint hier in Caorle seinen Ursprung zu haben. Denn wenn der Abend angebrochen ist, dann sorgen Laternen, Kerzen und italienische Musik im Hintergrund für Romantik. Wer hingegen ein rustikaleres Ambiente bevorzugt, kann in eine der zahlreichen Hafen-Tavernen einkehren – manche erinnern teilweise an Spelunken, bieten aber eine feine Küche.
Caorle bei Abenddämmerung muss sich nicht nur auf seine Küche verlassen, um Romantik zu verbreiten. Am Ende der lang gezogenen Strandpromenade, auf der Landzunge, ragt nämlich die Chiesa della Madonna dell’Angelo (Madonna des Engels) empor. Die antike Kirche gilt als einer der schönsten Plätze der Stadt und ist bekannt für seinen quadratischen romanischen Glockenturm, der im 18. Jahrhundert erbaut wurde. Auf der einen Seite ist die Altstadt zu sehen, auf der anderen Seite das Meer. Übrigens: sehr begehrt für Hochzeiten!
Neben der Kirche locken auch andere Sehenswürdigkeiten Besucher nach Caorle, wie etwa der Dom. Das antike Monument imponiert durch prächtige Kolonnen und Pilaster, die durch Arkaden verbunden sind. Neben der Kathedrale erhebt sich der 48 Meter hohe Glockenturm – das Wahrzeichen von Caorle.


Die Vorzüge des früheren Fischerdorfes waren schon vor vielen Jahren bekannt. So nutzte Ernest Hemingway in der Lagune von Caorle die Ruhe und Schönheit der Natur als Inspiration zum Schreiben. Er besaß dort ein Haus, das mittlerweile unbewohnt ist, aber durch eine Schifffahrt noch heute zu besichtigen ist. Die Exkursion zu Wasser bietet aber noch mehr, denn nur so lassen sich schilfbedeckte Fischerhütten erkunden. Diese Casoni dienten früher als Schlafplatz für die Fischer, heute sind sie Treff für gesellige Stunden unter Freunden. Und gastfreundlich, wie die Einheimischen sind, kehrt man von dort nicht mit leerem Magen zurück.

Reisetipps
  • Anreise: Caorle liegt etwa fünf Stunden mit dem Auto von Österreich entfernt. Die Autobahn-Verbindungen sind sehr gut ausgebaut und führen direkt in die Stadt.

  • Beste Reisezeit:  Mai bis September. Im Spätfrühling überzeugt das Ambiente der Gastronomie. In den Sommermonaten ist das Wetter nahezu immer schön ist. Und auch im Spätsommer – selbst wenn das Meer schon etwas kälter ist – bieten sich noch ein paar nette Tage an der Adria an.

  • Hoteltipp: Das Wellness-Ressort Marina Verde. Moderner Luxus sorgt für Wohlbefinden und Entspannung für Geist und Körper. www.marinaverde.com ( http://www.mk-salzburg.at )

  • Restauranttipp: Al Postiglione – Pizzeria, Restaurant. Hier kann man in gediegener und gemütlicher Atmosphäre mit Stil sämtliche italienische Köstlichkeiten genießen. Besonders empfehlenswert sind die Pizzen.

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