Erstellt am 26. August 2012, 20:21

Eile ist vom Teufel!. MAROKKO / Endlose Wüstenlandschaften, schneebedeckte Berge, fruchtbare Oasen und buntes Treiben in den Städten – Marokko entdecken zwischen Kasbahs, Riads und Moscheen.

Die Oasenstadt Tinerhir.  |  NOEN, unknown
VON CHRISTIANE BUCHECKER
 
Marokko! Zum ersten Mal das Land im Nordwesten Afrikas, nur durch die Meerenge von Gibraltar von Europa getrennt, erleben. Gespannt sein auf Kultur, Menschen und Landschaften, deren Vielfalt schon der erste Blick auf die Landkarte erahnen lässt.
Nach der Landung in Marrakesch tuckert der kleine Reisebus zum Start der Rundreise durch eine phantastische Bergwelt auf den Tizi n’Tichka-Pass auf 2260 Meter Höhe. Der Hohe Atlas ist atemberaubend, in der Ferne überraschen die schneebedeckten Berge.
Ganz anders das Gebiet rund um das Vallée du Drâa. Die Hinfahrt vom Ausgangspunkt Quarzazate führt durch wüstenhafte Naturräume. Ab Agdz wird es entlang des Drâa-Flusses sattgrün und fruchtbar. Eine Oase mit vielen Dattelpalmen (es gibt über 20 Sorten, und sie sind eine wichtige Einnahmequelle der Bevölkerung) folgt der anderen, Farbtupfer in der ansonsten kargen Landschaft.
Kasbahs heißen die mächtigen Wohnburgen aus Lehm, auf die man allerorts, nicht nur auf der berühmten Straße der Kasbahs, trifft. Eine Einladung zum Tee in die Kasebah Chekh Larabi ist eine besondere Ehre. „Salam aleikum“. Der herzlichen Begrüßung von Abdelaziz Chafik folgt ein Rundgang durch das verwinkelte Gebäude. Im Innenhof wird Minztee gereicht (köstlich, natürlich mit viel Zucker). Man kommt zur Ruhe und hält inne. „Die Eile kommt vom Teufel“, sagt der Hausherr und schenkt in diesem Sinne nochmals Tee nach. Die Gastfreundschaft der Menschen berührt, ebenso deren Zufriedenheit.

Sanddünen, Kamelritte und eine Nacht im Berberzelt
Auch Abenteuersuchende kommen in Marokko voll auf ihre Rechnung. Vom Bus auf den Jeep umsatteln und los geht’s – in rasanter Fahrt zu den Sanddünen des Erg Chebbi.
Vor dem Abendessen noch ein Ritt mit den Dromedaren dem Sonnenuntergang entgegen – wie im Märchen von 1001 Nacht. Selbige noch im Berberzelt verbracht, macht den Ausflug in die Wüste nur wenige Kilometer von der algerischen Grenze entfernt unvergesslich.

Fès und Marrakesch: pulsierende Exotik
Vom Land in die Stadt, nach Fès, älteste der vier Königsstädte (Marrakesch, Rabat und Meknes ergänzen das Quartett) und religiöses, geistiges und kunsthandwerkliches Zentrum. Der Zauber des Orients springt bei einem Spaziergang durch die Medina (Altstadt) und den Souk (Markt) über. Die Gerüche, die Farben, die Stimmen, das Menschengewirr – es ist überwältigend. Kunstvolle Handwerksprodukte, exotische Gewürze, Tücher, Lederwaren und allerlei Speisen. Es gibt nichts, was es hier nicht gibt. Oder doch: Der Markt ist auto- und mopedfreie Zone, nur Esel sind erlaubt.
Ganz anders ist das in Marrakesch. Hier drängen sich auch Autos und Mopeds durch die
engen Gassen des Souk und machen das bunte Treiben noch ein wenig bunter.
Gerber, Wollfärber, Goldschmiede, Teppich- und Gewürzhändler sind auch hier zu finden, jedes Viertel ist einem Handwerk zugeordnet. Allein in der Altstadt gibt es 12.000 Geschäfte. Echte Safranfäden zu absolut erschwinglichen Preisen oder das heiß begehrte Öl des Arganbaumes sind beliebte Mitbringsel.
Am Djemaa el Fna, dem tosenden Platz der Gaukler, versammeln sich am Abend Tausende von Einheimischen und Touristen, die sich besonders von den Schlangenbeschwörern angezogen fühlen. Musiker und Wasserverkäufer an jeder Ecke, Frauen üben sich in der Kunst der Hennatattoos, Akrobaten und Feuerschlucker verzaubern.
 
Apropos verzaubern. Da gibt es eine abgelegene Gasse mitten in der Medina von Marrakesch, eine unauffällige Holztüre, hinter der sich Unerwartetes verbirgt, nämlich wahre Paradiese. Riads nennt man sie. Früher waren sie Rückzugsorte für Haremsdamen und Sultane. Heute sind es wunderbare Gästehäuser mit liebevoll eingerichteten Zimmern, grünen Oasen im Innenhof (manchmal mit Pool) und
oftmals vorzüglichen Restaurants. In der Tajine wird ein in Olivenöl geschmortes Eintopfgericht mit Fisch (gibt es auch mit Hammel oder Rindfleisch) gereicht, danach Obst und Café nous-nous (halb Kaffee, halb Milch).
Zeit spielt wieder einmal eine untergeordnete Rolle, denn Eile ist vom Teufel …

 

GTA-SKY-WAYS: Der einzige österreichische Anbieter mit Nonstop-Flügen ab Wien, Linz, Graz, Salzburg startet ab 2. Februar 2013 mit den Charterflügen nach Marrakesch (Marokko), idealerweise zu den Semesterferien für Wien und Niederösterreich.
Der letzte Turnus ist von 23. bis 30. März 2013 und fällt damit in die Karwoche.
Marokko-Termine 2013
(Wien – Marrakesch):
2. Februar, 9. Februar, 16. Februar, 23. Februar, 2. März, 9. März, 16. März und 23. März
 
Mit GTA-SKY-WAYS auf Rundreise (einwöchige Reise „Königsstädte & Straße der Kasbahs“) durch das märchenhafte Marokko ist eine wunderbare Möglichkeit, das faszinierende Land kennen zu lernen.
Details: 1 Woche Rundreise inklusive Sonderflüge Österreich –Marrakesch – Österreich, Flughafentaxen und Sicherheitsgebühren, sieben Nächtigungen mit Halbpension in Hotels der Mittelklasse, Ausflüge, Besichtigungen und Eintrittsgebühren laut Reiseprogramm, lokaler deutschsprachiger Reiseleitung und österreichischem Reiseadministrator ab 929 Euro pro Person im Doppelzimmer.
Saisonzuschlag: 9. 2., 16. 2., 2. 3., 9. 3., 16. 3.: zuzüglich 70 Euro.
23. 3.: zuzüglich 140 Euro.
Die Reisen von GTA-SKY-WAYS sind ausschließlich im Reisebüro oder online auf Reisebüro-Seiten buchbar.
Alle Details findet man auch
unter: www.gta-sky-ways.at