Maria Laach am Jauerling

Erstellt am 09. Februar 2017, 05:39

von Gertrude Schopf

Jauerling: Bereits über 60 Betriebstage. Das heurige Winterwetter ist genau richtig für das kleine Skigebiet Jauerling. Geschäftsführer Reichl ist zufrieden.

Jauerling-Lift-Experten: Geschäftsführer Michael Reichl und Betriebsleiter Leopold Haydn.  |  NOEN, Gabriele Moser

41 Tage lang konnte in der Saison 2015/16 auf der Jauerlingpiste Ski gefahren werden, in der diesjährigen Saison sind es jetzt schon über 60 Betriebs tage: Die Freude über den Ausnahmewinter ist Geschäftsführer Michael Reichl ins Gesicht geschrieben. „Abgerechnet wird aber erst am Saison ende“, will er noch nicht von einer Rekordsaison sprechen – denn die könnte heuer lang dauern.

Selbst in schlechter Saison 2015/16 kamen 10.000

„Wir haben eine so gute Schnee-Unterlage wie selten, da es schon im November so kalt war, dass wir die Piste beschneien konnten“, glaubt Reichl, dass es bis Ende März möglich sein wird, auf dem Jauerling Wintersport zu betreiben: „Ein paar warme Tage machen da gar nichts.“

Und die Skifahrer wissen das Angebot vor ihrer Haustür zu nutzen: Im Vorjahr – „eine der schlechtesten Saisonen überhaupt, da sowohl die Weihnachts- wie auch die Semester ferien zu warm waren“ – kamen trotzdem über 10.000 Besucher. Nur zweimal, 2007 und 2012, hat Reichl Verluste geschrieben, sonst immer ausgeglichen bilanziert. Einmal (2012) fand ein Snowboard-Weltcupslalom auf dem Jauerling statt. Weitere diesbezügliche Pläne in den Folgejahren mussten aufgrund der Witterung allerdings abgesagt werden.

Konzept passt: „Sind auf Kurzzeit-Sport ausgelegt“

Seit 1967 gibt es die Liftgesellschaft bereits, 1998/99 war die erste „Jauerling-neu“-Saison, seit damals zeichnet Reichl, als gebürtiger Salzburger (aus Zell am See) seit Kindheit ein begeisterter Skifahrer, für das Management verantwortlich. 30 Gesellschafter, darunter acht Gemeinden, sorgen für die finanzielle Absicherung der Jauerling Lift-GmbH.

In der Saison sind neun Mitarbeiter zum Teil Vollzeit beschäftigt, dazu kommen die Gastronomie-Angestellten in der Skihütte (seit sieben Jahren von Ludwig Biebl geführt) und die Mitarbeiter der Skischule.

Der Erfolg des sehr kleinen Skigebietes beruhe auf einem gut angepassten Konzept, erzählt Reichl: „Wir sind auf Kurzzeit-Sport ausgelegt, sprechen vor allem die Skifahrer aus der näheren Umgebung an.“ Viele Schulen kommen mit Ski-Anfängern hierher. „Wir versuchen, das Angebot jedes Jahr ein bissl komfortabler zu gestalten.“