Erstellt am 13. August 2012, 00:00

Im grünen Herzen Italiens. UMBRIEN / Hier findet man Geschichte und Kultur, dazu „Genuss pur“ für Körper und Seele.

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VON RUPERT KORNELL

„Was für eine Landschaft!“ Die Menschen dort geraten ins Schwärmen, wenn sie Gästen von „ihrem“ Umbrien erzählen.

Und sie haben Recht: In welchem Teil der Region man sich befindet, immer schweift der Blick über sattgrüne Ebenen und sanfte Hügel, auf denen ganz oben pittoreske Orte und Städte thronen, von denen man einen fantastischen Ausblick auf das „grüne Herz Italiens“ genießt. Wohin immer man schaut, sieht man Weingärten, Olivenbäume, Pinien, Zypressen und denkt unwillkürlich an – nein, den Namen Toskana hören die Umbrer nicht gern, da verziehen sie nahezu schmerzverzerrt die sonst freundlichen Gesichter. Sie wollen ihr Umbrien nicht mit dem Nachbarn vergleichen (lassen).

Mittelalterliches Flair selbst

in den kleinsten Städtchen

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Diese Landschaft ist es auch, die schon nach kurzer Zeit einwirkt und Erholung und Entspannung verspricht. Und dem haben sich die Tourismusverantwortlichen auch verschrieben und propagieren „Umbria Benessere“. Etwa zwei Dutzend Betriebe haben sich zur Vereinigung „Umbrien Wellness“ zusammengeschlossen und bieten in ihren Häusern, meist um- und ausgebaute Klöster oder Kastelle, speziell abgestimmte Behandlungen an. Alle haben in den letzten Jahren ihren Spa-Bereich um viel Geld ausgebaut.

Das kommt den Gästen zugute, die in großzügigen Anlagen – und immer mit Blick auf die unglaubliche Landschaft – die Seele baumeln lassen können. Auf die Heilkraft der Ginkgo-Blätter etwa setzt man im „Alla posta dei Donini“ (www.postadonini.it), auf Massagen mit Öl, Wein und Schokolade im größten Spa Umbriens, im „Borgobrufa Spa Resort“ (www.borgobrufa.it), auf Kräuter und Blüten im Park Hotel Ai Cappuccini in Gubbio (www.parkhotelaicappuccini.it).

„Was für eine Stadt!“ Abgesehen von der Hauptstadt Perugia oder dem noch bekannteren
Assisi hat Umbrien viele kleinere und kleinste Orte aufzuweisen, die mit ihrem unverwechselbaren mittelalterlichen Flair verzaubern. In Todi etwa gewähren nicht weit voneinander ent-
fernt die gotische Kathedrale und die Kirche „Maria zum Trost“ aus der Renaissance einen kleinen Einblick in die Geschichte. Deruta verbindet man bereits seit dem 11. Jahrhundert mit der
Erzeugung von Keramik. Im mittelalterlichen Stadtkern findet man die Geschäfte der Handwerker, wo man die bereits vor Jahrhunderten verfeinerte Technik der Erzeugung und Bemalung weiterpflegt. Gubbio schließlich ist ein Paradebeispiel einer mittelalterlichen Stadt, die ihr Aussehen bewahrt hat und es weiterpflegt.

Genuss pur: Ruhe, Wellness

und feine italienische Küche

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„Was für ein Genuss!“ Wem Ruhe und Wellness allein nicht reichen, der kann sich genüsslich Pastagerichten, verfeinert mit Trüffel, hingeben, Salami, Schinken und Käse vom Feinsten genießen, nicht zu vergessen Wein und Olivenöl – alles im nahen Umfeld des Hauses geerntet und in diesem perfekt zubereitet.

Ganz charakteristisch für Umbrien ist die Stadt Todi, die sich ihren mittelalterlichen Kern erhalten hat.