Erstellt am 06. Mai 2014, 12:32

Jugend reist gern kurzfristig innerhalb Europas. Jugendliche buchen meist kurzfristig und bevorzugen zwei- bis dreitägige Städtetrips oder klassische Strandurlaube in Europa.

 |  NOEN, zVg

Das zeigte eine Studie des ÖAMTC in Kooperation mit dem Forschungsinstitut "tFactory". Damit der gebuchte Urlaub problemlos verläuft, präsentierte der Club am Dienstag in Wien neben den Studienergebnissen auch wichtige Reiserichtlinien für Jugendliche.

"Europa steht bei den Jugendlichen an erster Stelle. Tagsüber wünschen sie sich einen schönen Strand oder Sightseeing und abends eine gute Infrastruktur, um ausgehen zu können", fasste die ÖAMTC-Touristikerin Maria Renner die Ergebnisse von 20 qualitativen Interviews mit 18- bis 23-Jährigen zusammen. Die Dauer des Aufenthaltes hänge vor allem von der Art des Urlaubes und dem Budget der jungen Österreicher ab, angereist wird - je nach Strecke - zumeist mit Auto oder Bahn. "Wenn der Preis stimmt und eine gewisse Entfernung da ist, wird auch einmal das Flugzeug genutzt", so Renner.

Flugbeförderungsbedingungen beachten

Hier lohnt es sich laut Verena Pronebner vom ÖAMTC-Rechtsdienst, einen Blick auf die Flugbeförderungsbedingungen der Airlines zu werfen: "Die Linie Ryan Air befördert beispielsweise Jugendliche unter 16 Jahren nur mit Begleitperson." Ein abgelaufener Reisepass ist oftmals zwar kein Hindernis, um in Länder einzureisen, Fluglinien bestehen aber oftmals auf die aktuelle Gültigkeit der Papiere. Unabhängig vom Reisemittel empfehlen die ÖAMTC-Experten Jugendlichen unter 18 Jahren, eine Einverständniserklärung der Eltern mitzuführen, weil diese oftmals sogar als Bedingung für die Einreise Minderjähriger gilt.

Planen Jugendliche, im Zielland ein Auto zu mieten, so ist es auch ratsam, sich vorher über die Verkehrsregeln zu informieren: "In manchen Ländern wird der L17-Führerschein nicht anerkannt. Außerdem sollte man auch schauen, wie lange man schon in Besitz des Scheines sein muss", sagte Pronebner. Für Führerscheinneulinge gelten beim Mieten zudem oftmals höhere Versicherungssummen. Besonders beim Leihen von Mopeds ist es laut Pronebner notwendig, den technischen Zustand des Fahrzeuges zu überprüfen: "Leider werden uns hier vor allem aus Ländern wie Griechenland immer wieder schwere Unfälle gemeldet, die durch den katastrophalen Zustand der Mopeds zustande gekommen sind."

Damit der Urlaub nicht durch unangenehme Vorfälle wie etwa Diebstähle getrübt wird, raten die Experten dazu, Ausweise und Geld immer getrennt voneinander aufzubewahren.