Erstellt am 14. März 2012, 14:09

Kreuzfahrten waren 2011 beliebt wie nie zuvor. Kreuzfahrten waren 2011 - vor dem Untergang der Costa Concordia - weiter im Trend. 104.000 Österreicher haben an einer Fahrt teilgenommen, um zwölf Prozent mehr als noch im Jahr davor.

In ganz Europa gab es über sechs Millionen Passagiere (plus neun Prozent). Sowohl für Österreich als auch für Europa sind das Rekordwerte.

Neben den Veranstaltern profitierten auch die europäischen Hafenstädte von diesem Wachstum, da jeder Passagier im Schnitt 100 Euro in der jeweiligen Stadt ausgab. Bei insgesamt rund 25 Millionen Hafenbesuchern pro Jahr ergab dies Gesamtausgaben in Höhe von 2,5 Mrd. Euro, so die European Cruise Council (ECC) in einer Aussendung.

Die Zahl der Passagiere in Österreich ist über die letzten Jahre konstant gestiegen. 2004 waren es noch 38.000, 2011 waren es mehr als doppelt so viele. Auch für Europa insgesamt hat sich die Zahl der Kreuzfahrtgäste im selben Zeitraum verdoppelt.

Europa spielt im Schiffsbausektor eine tragende Rolle. Von den 198 Kreuzfahrtschiffen, die 2010 weltweit unterwegs waren, wurden 99 Prozent in europäischen Werften gebaut. In Europa seien außerdem mehr als 300.000 Menschen in der Kreuzfahrtindustrie beschäftigt, davon 55.000 direkt bei den Kreuzfahrtgesellschaften, sagt die ECC.

Die Aussichten für das laufende Jahr sind durchwachsen. Herausforderungen seien die Folgen der Euro-Krise, steigende Kraftstoffpreise, die instabile politische Lage in einigen Reiseländern und striktere regulatorische Vorgaben. Die Attraktivität der Angebote und die Widerstandsfähigkeit, die die Kreuzfahrtbranche in vergangenen wirtschaftlichen und politischen Krisen unter Beweis gestellt habe, stimmen aber optimistisch, so Manfredi Lefebvre d'Ovidio, der Vorsitzende des ECC.