Erstellt am 18. Juni 2013, 11:48

Ohne Sorgen in den Urlaub. Damit finanzielle Nachteile durch Krankheit oder Verlust von Gegenständen im Urlaub so gering wie möglich bleiben, gibt es eine Reihe von Versicherungen.

Sommerzeit ist Urlaubszeit. Viele Österreicher zieht es gerade in die verschiedensten Länder der Welt, um sich einige Tage oder Wochen Auszeit vom Alltag zu nehmen. Um unbeschwert den Urlaub genießen zu können, gibt es eine Reihe von Versicherungen.
Grundsätzlich unterscheidet man Reisestornoversicherungen, Reisegepäckversicherungen, Reiseunfallversicherungen, Reisekrankenversicherungen und Reisehaftpflichtversicherungen. Doch welche dieser Versicherungen braucht wer für welche Reise? Das hängt von Faktoren wie Reiseziel, -dauer, -preis und Sicherheit der Destination ab.
Beratung beim jeweiligen Versicherer ist dabei unumgänglich. „Man muss auch selbst die Sinnhaftigkeit einer Versicherung hinterfragen“, erklärt Manfred Neubauer von der Arbeiterkammer NÖ. Eine Reisekrankenversicherung etwa wird man im EU-Raum kaum brauchen, hier gilt die E-Card. In Übersee hingegen ist der Abschluss einer solchen Versicherung dringend anzuraten, so Neubauer.

Achtung vor unnötigen Überschneidungen
Auch bei Kreditkarten sind je nach Paket verschiedene Reiseversicherungen inkludiert.
Sie sind oft an Bedingungen wie einen kürzlich mit der Kreditkarte bezahlten Einkauf verbunden. „Der beste Schutz ist meistens dann gegeben, wenn ich die Reise mit der Kreditkarte bezahlt habe“, erklärt Neubauer. Auch Autofahrerclubs bieten einen eigenen Reiseschutz für ihre Mitglieder.
Hier hat der Konsument vor allem dann einen Vorteil, wenn er mit dem eigenen Auto auf der Reise unterwegs ist. Ansonsten gibt es oft starke und für den Versicherten völlig unnötige Überschneidungen mit den Versicherungspaketen der Kreditkarten.

Was Gegenstände betrifft, ist eine Versicherung abseits von Gepäckversicherungen schwierig. Leistungen wie der Ersatz von Dokumenten bei Verlust in der Urlaubsdestination sind oft an rigorose Verwahrungsvorschriften gebunden, weiß AKNÖ-Experte Manfred Neubauer. Durch eigenes Verschulden verursachter Verlust von Gegenständen wird in der Regel nicht versichert.



Allgemeine Tipps für den Reiseschutz

Unbedingt alle Versicherungsbedingungen genau durchlesen, bevor eine Versicherungspolizze unterschrieben wird.

  • Nicht nur die Prämien, sondern auch die Leistungen prüfen. Wichtig: Darauf achten, ob bestehende Krankheiten versichert sind oder ob es einen Selbstbehalt im Schadensfall gibt.

  • Vor Abschluss der Versicherung den Versicherungsbeginn checken. Wenn nämlich der Versicherungsbeginn erst auf den Tag der Abreise festgelegt ist, sind Reiserücktritte vor diesem Tag nicht versichert!

  • Nach einer allfälligen Bearbeitungsgebühr fragen, falls eine Versicherung gebraucht wird.

  • Den Anwendungsbereich (Familie etc.) der Versicherung erfragen.

  • Unbedingt einen Blick auf die Höhe der Versicherungssumme werfen. Oft sind Versicherungssummen zu gering, um den gesamten Schaden zu decken.

  • Wichtig: Für einzelne Gegenstände wird oft eine „angemessene“ Verwahrung (etwa Safe) vorgeschrieben, sonst zahlt die Gepäckversicherung nicht. Wenn es einen Safe im Hotelzimmer gibt, muss dieser auch verwendet werden. Bei der Gebäckversicherung werden Gegenstände etc. in der Regel nur mit dem Zeitwert ersetzt.

  • Bei Flugreisen wertvolle Gegenstände (beispielsweise Fotoapparat) statt im Koffer im Handgepäck transportieren – ansonsten sind sie meist nicht versichert.

  • Einen Schadensfall sofort der Versicherung melden. Daher die Notrufnummer sowie die Nummer der Polizze mitnehmen. Wichtig ist auch, sämtliche Beweise (Anzeigebestätigung, Belege, Arztrechnungen oder schriftliche Zeugenaussagen etc.) aufzuheben und der Versicherung kopiert zu geben. Von wertvollen Stücken, die auf die Reise mitgenommen werden sollen, unbedingt die Originalrechnung aufbewahren!

Quelle: www.arbeiterkammer.at

Mehr zum Thema Sicherheit zu Hause, im Straßenverkehr und im Internet lesen Sie im >>NÖ-Sicherheitsratgeber 2013.