Erstellt am 09. Mai 2011, 08:14

Paris – die Genuss-Stadt. Ich stecke das daumennagel-große Stück feinster Schokolade in den Mund, wo es zart auf der Zunge zergeht. Und noch während ich auf die Geschmacksexplosion warte, reicht uns Muguet bereits die nächste Kostprobe: diesmal die berühmten Macaroons – eine Art Keks, die es in den verschiedensten (oft recht ungewöhnlichen) Geschmacksrichtungen gibt …

 |  NOEN, Picasa 3.0
VON BRIGITTE LASSMANN-MOSER

Muguet Becharat begleitet uns auf unserem Gourmet-Spaziergang durch Saint-Germain-des-Prés in Paris, der uns u. a. zu einigen der berühmtesten französischen Chocolatiers führt, von Hugo & Victor über Jean Charles Rochoux bis zu Patrick Roger, den „Rodin der Schokolade“. Muguet erzählt uns dabei charmant und fachkundig viel Wissenswertes über Lebensmittel, ihre Herkunft, ihre Produktion – von den frischen Bio-Erdbeeren vom Markt über den berühmten Bellota-Schinken, der uns aus der Auslage von „Da Rosa“ anlacht und für den man schon bis zu 250 Euro pro Kilogramm hinblättern muss, bis zum feinen Olivenöl aus der Provence.
Und überall dürfen wir auch kosten! Aber nicht immer muss „das Teuerste auch das Beste sein“, wie uns Muguet erklärt.
Paris, die Weltmetropole im Herzen Europas, die Stadt der Mode, die Stadt des Shoppings, die Stadt des Genusses … Eine Stadt im steten Wandel, die sich laufend verändert, weiterentwickelt, sodass selbst versierte Paris-Reisende immer wieder Neues entdecken können.

Saint-Germain: Schick, lebendig, pulsierend

Das beste Beispiel für diese Veränderungen ist das 6. Arrondissement, Saint-Germain-des-Prés, das einst legendäre Kunst- und Literatenviertel, in dem Künstler wie Jean-Paul Sartre oder Pablo Picasso zu Hause waren. Heute ist es ein lebendiges, pulsierendes, schickes Stadtviertel voller Cafés, Restaurants, Boutiquen und Galerien. Und hier kann man auch das nächt-
liche, gesellige Paris in vollen Zügen genießen. In Saint-Germain wird die Nacht zum Tag – und erst spätnachts schließt hier die Stadt müde ihre Augen, um sich ein paar wenige Stunden für den nächsten Tag auszuruhen.
Man kann die französische Hauptstadt auf verschiedenste Arten kennen lernen. Da die Stadt sehr groß und alles sehr weitläufig ist, ist man auf die Metro angewiesen, aber selbst die Fahrt mit der Untergrundbahn kann zum Erlebnis werden.

Mit 37 PS durch die Stadt bis hinauf nach Montmartre

Wer gerne über der Erde bleibt und das etwas Besondere mag, der kann Paris an Bord der legendären „Ente“ – ein Citroën
2 CV – entdecken.
Wesentlich bequemer als erwartet, schlängeln wir uns „oben ohne“, also im Enten-Cabrio, mit 37 PS durch den dichten Pariser Verkehr bis hinauf nach Montmartre, vorbei am berühmten „Moulin Rouge“, bis zur Basilika Sacré Coeur. Unser Fahrer Martin, ein deutscher Student, der seit Jahren in Paris lebt, erzählt uns währenddessen viel Interessantes über die Stadt und ihre Bewohner.
In Montmartre (18. Arrondissement) – im 19. Jahrhundert künstlerische Hochburg und heute aufgrund seines besonderen Flairs ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen – legen wir auch einen kurzen Stopp ein, um von der neu eröffneten Lounge-Bar „Le 7th“ im Hotel Terrass bei einem Glas Champagner einen atemberaubenden Blick auf Paris zu werfen.

Das Hotel Terrass ist eines von fünf Häusern der Hotelgruppe Maurice Hurand und wird wie die anderen in bewährter Familientradition geführt. Dazu gehört auch das Design-Hotel „Artus“, wo man sich in Zusammenarbeit mit Galerien für zeitgenössische Künstler engagiert, und das neu eröffnete Boutique-Hotel „Buci“, das in der Tradition des 18. Jahrhunderts renoviert wurde und wo man im Boudoir-Stil im Himmelbett nächtigen kann.
Wer eine elitärere Art der Stadtrundfahrt dem 2 CV vorzieht, sollte sich auf einer
Yacht eine Luxus-Mini-Kreuzfahrt auf der Seine gönnen, die für 45 bzw. 75 Minuten mit verschiedenen Themenschwerpunkten (Wein & Käse, Cognac & Schokolade …) angeboten werden. Denn während man in der Nachmittagssonne gemütlich auf dem Wasser dahingleitet, vorbei an den schönsten Museen und Baudenkmälern und verwöhnt mit frischen Früchten, fühlt man sich fast ein wenig dekadent.

THEMA: PARIS
• Anreise. Air France fliegt sieben Mal täglich von Wien nach Paris Charles de Gaulle (www.airfrance.at).
• Nächtigung. Artus Hôtel, 34, rue de Buci (www.artushotel.com): Zimmer ab 255 e. Hôtel de Buci, 22, rue de Buci
(www.buci-hotel.com): ab 240 €.
• Luxus-Kreuzfahrten auf der Seine. Les Yachts de paris (www.yachtsdeparis.com): 45-Minuten-Kreuzfahrt: ab 30 €/Person; Kreuz-
fahrt 1 Stunde 15 Minuten: ab 38 €/Person.
• Gourmet-Spaziergang. Muguet Becharat (www.parissweetparis.com): Halbtagsführung (3 bis 4 Stunden) – Gruppentarif 220 €; Ganztagsführung (6 bis 8 Stunden): Gruppentarif 320 e; Verkostung: 10 bis 20 e.
• Stadtrundfahrt mit dem 2 CV (www.4roues-sous-1parapluie.com): 30 Minuten ab 19 €/Person.
• Informationen zu Paris. info.at@franceguide.com, ( 01/ 5032892, http://at.franceguide.com, www.parisinfo.com