Erstellt am 29. Oktober 2013, 14:11

Tradition und Brauchtum erleben. Urlaub am Bauernhof hat auch im Winter viel mehr zu bieten, als man sich vorstellen kann.

Von Markus Glück

Urlaub am Bauernhof erfreut sich nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter großer Beliebtheit, wie die aktuellen Nächtigungszahlen zeigen. Österreichweit gibt es 10.000 Bauernhöfe, die im letzten Jahr mit 114.000 Gästebetten rund elf Millionen Nächtigungen verbuchen konnten.

Drittel der Nächtigungen entfällt auf den Winter

Im ganzen Land entfällt rund ein Drittel aller Nächtigungen bei „Urlaub am Bauernhof“ auf die Wintersaison. Dabei sind vor allem Höfe in Skigebieten und Höfe, die Winteraktivitäten anbieten, gefragt.

Ohne umfassende Wintersportaktivitäten sind die Bauernhöfe aber vor allem rund um Weihnachten und im Februar gut gebucht. Die besondere Attraktivität vom Winterurlaub am Bauernhof machen die vielfältigen Angebote und die von vielen Betrieben gelebten Traditionen rund um den Advent, die Raunächte und Weihnachten aus.
„Unsere Betriebe verstehen sich als Botschafter der bäuerlichen Welt, und daher ist es für uns wichtig, den Gästen bäuerliches Brauchtum zu vermitteln“, erklärt Sabine Wendtner vom Landesverband für Urlaub am Bauernhof und Privatzimmervermietung Niederösterreich.

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Im Winter stehen aber nicht nur sportliche Aktivitäten wie Ski- oder Snowboardfahren, Langlaufen oder Schlittschuhlaufen im Mittelpunkt, sondern auch romantische Pferdekutschenfahrten, Schneeschuhwanderungen oder entspannende Winterspaziergänge durch eine verschneite Landschaft.

Einsame, tief winterliche Almhütten garantieren auch im Winter, dass für jeden Geschmack, das Richtige zu finden ist.
„Es gibt genug Angebot rund um den sanften Winter“, laden laut Sabine Wendtner die Bauernhöfe auch zum Abschalten ein. In vielen Regionen bietet sich zudem die Möglichkeit, Christkindlmärkte oder Adventkonzerte, aber auch Perchten- oder Krampusläufe zu besuchen. „Kommt man dann nach Hause, kann man sich in der Sauna aufwärmen oder ein anderes Wellnessangebot nutzen“, erklärt Wendtner, dass Betriebe vermehrt auf Wohlfühlprogramme setzen.

Lernen über Brauchtum und alte Traditionen

Gerade auf Bauernhöfen lässt sich auch viel über uralte Bräuche aus den verschiedenen Regionen lernen. „Viele Bauern wissen noch sehr viel, da es von Generation zu Generation weitergegeben wird“, spricht Sabine Wendtner von der Vielfalt der ländlichen Bräuche. Dabei können Gäste Raunächte, traditionelle Weihnachtslieder, aber auch die traditionelle Handwerkskunst von Kripperlbauern hautnah miterleben.

Im Winter gibt es viel zu entdecken

Wer glaubt, dass es in und um den Bauernhof im Winter nichts zu entdecken gibt, täuscht sich. So bietet sich für Touristen die Möglichkeit, im Stall mitzuarbeiten. Teilweise muss in den letzten Monaten des Jahres auch noch das Obst in Form von Schnapsbrennen verarbeitet werden.
„Natürlich werden mit Gästen auch Strohsterne oder Adventkränze gebastelt oder köstliche Weihnachtsbäckereien gebacken“, erzählt Sabine Wendtner von verschiedenen Möglichkeiten.

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