Erstellt am 04. Juli 2011, 07:55

Unbekanntes Spanien. SENIORENREISEN / 8000 Senioren – darunter 4500 aus NÖ – erkundeten beim Frühjahrstreffen des Pensionistenverbandes die Costa Ahazar.

Peníscola zählt im Winter nur 4200 Einwohner, im Sommer können es mit den Urlaubern aber bis zu 150.000 werden, die sich dann auf dem kilometerlangen, feinsandigen Strand bräunen lassen.ZVG  |  NOEN
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VON HERTA LÄNGER-HÖNEL

Seniorenreisen wählte heuer die Costa Azahar als Ziel für das Frühjahrstreffen des Pensionistenverbandes Österreich. Mehr als 8000 Teilnehmer – darunter 4500 aus Niederösterreich – erkundeten diese kaum bekannte Region Spaniens, die auch „Küste der Orangenblüte“ genannt wird, weil hier nicht weniger als 563 verschiedene Orangensorten gedeihen. Unter den spanischen Urlaubern ist sie sehr beliebt, für ausländische Gäste jedoch eher ein Geheimtipp.

Die österreichischen Pensionisten wohnten im kleinen Küstenort Peníscola, von wo sie ihre abwechslungsreichen Ausflüge starteten. Begleitet wurden sie von 28 Reiseleitern, die jedoch nicht immer Einheimische waren. So meldete sich etwa der seit 13 Jahren in Spanien lebende, aus Puchberg am Schneeberg stammende Hermann Zottl bei Seniorenreisen als Reiseleiter, um seinen aus Niederösterreich stammenden Landsleuten seine neue Heimat zu zeigen.-->

Das idyllische Städtchen Peníscola mit seinen leuchtend weißen, würfelförmigen Häusern wurde im Mittelalter auf einem Kalksteinfelsen erbaut. Hoch erhaben thront darüber eine wuchtige Burg, einst Zufluchtsstätte des Gegenpapstes Benedikt XIII., auch „Papa Luna“ genannt. Die Burg ist nach der Alhambra eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Spaniens.

Mittelalterliche Städte  unterirdische Flüsse

Ein Ganztagesausflug führte die Senioren in das mittelalterliche Städtchen Morella in mehr als 1000 Metern Seehöhe. Durchschreitet man eines der Stadttore, gerät man in ein Gewirr von engen Gassen mit gotischen Bögen, Säulenportalen und Herrenhäusern. Bekannt ist der Ort auch für seinen sechs bis sieben Jahre lang luftgetrockneten Stierschinken „Cecina“.

Spannend gestaltete sich auch ein Halbtagesausflug zum unterirdischen Fluss San José, nahe der Stadt Vall d’Uixó. Bei einer Bootsfahrt konnten die Senioren die launenhaften Felsformationen dieser Tropfsteinhöhlen entdecken. Auch im Ebro-Delta, das zu den größten Feuchtgebieten des Mittelmeerraumes zählt, war eine Schifffahrt eingeplant. An Bord gab es frische Muscheln und ein Glas Wein.

Bei einem Besuch des Naturparks „Desierto de las Palmas“, konnte vom 800 Meter hohen Gipfel des Bartolo die ganze Schönheit der weiten Ebene Castellóns betrachtet werden.

Zum Frühjahrstreffen 2012 reisen die Pensionisten aus Niederösterreich zusammen mit Teilnehmern aus Salzburg, Tirol, Vorarlberg und der Steiermark nach Italien in die Abruzzen.