Erstellt am 04. Juni 2014, 11:42

Viel Verkehr für Pfingstwochenende erwartet. Ein relativ später Pfingsttermin und Schulferienbeginn in Bayern: ÖAMTC und ARBÖ warnten am Mittwoch vor viel Verkehr inklusive Staus auf den Transitrouten am kommenden verlängerten Wochenende.

Vor allem mehrere Autobahnbaustellen sowie Mautstellen sind neuralgische Punkte. Staus werden auf folgenden Autobahnabschnitten erwartet: Auf der Westautobahn (A1) vom Walserberg bis Salzburg, auf der Südautobahn (A2) zwischen Völkermarkt und Klagenfurt, auf der A4 vom Knoten Prater in Wien bis Fischamend, auf der Pyhrnautobahn (A9) in der Steiermark zwischen Rottenmann und Treglwang, auf der Tauernautobahn abschnittsweise im gesamten Verlauf, auf der Karawankenautobahn (A11) vor dem Karawankentunnel und auf der Brenner Autobahn vor Mautstelle Schönberg. Auch auf der Fernpassstraße von Füssen in Bayern ins Inntal müssen Reisende mit Verzögerungen rechnen.

Heikel sind die einspurigen Baustellenabschnitte auf der A2 bei Klagenfurt und auf der Pyhrnautobahn zwischen Rottenmann und Treglwang. Die Bauarbeiten auf der slowenischen Seite des Karawankentunnels werden über Pfingsten eingestellt. Wechselweise Anhaltungen bleiben den Autofahrern also erspart. In Slowenien sollten Autofahrer unbedingt die Sperrzeiten des Trojane Tunnels beachten, rät der ÖAMTC. Die slowenische Autobahn A1, die Verbindung zwischen Celje und Ljubljana, wird über Pfingsten zwei Nächte gesperrt. Von Samstag, 21 Uhr, bis auf Sonntag 7 Uhr und von Sonntag, 21 Uhr auf Montag, 6 Uhr ist die A1 zwischen Blagovioca und Vransko wegen Arbeiten im Trojane Tunnel nicht befahrbar.

Erhöhtes Unfallrisiko

Um Staus vor Verkaufsstellen für Mautkarten und Vignetten zu vermeiden, empfiehlt der ÖAMTC, sich diese vor Fahrtantritt zu besorgen.

Auf das Unfallrisiko machte der VCÖ aufmerksam. Am Pfingstwochenende 2013 seien in Österreich von Freitag bis Montag bei 398 Verkehrsunfällen 464 Menschen verletzt und drei getötet worden, berichtete der Verkehrsclub unter Berufung auf vorläufige Zahlen des Innenministerium. Das heißt, statistisch gesehen ereignete sich alle 15 Minuten ein Unfall, bei dem jemand verletzt wurde. Der VCÖ geht in diesem Jahr angesichts des erwarteten günstigen Wetters von viel Ausflugsverkehr aus. Schöne Wochenenden werden leider oft durch eine Zunahme schwerer Verkehrsunfälle getrübt. Nicht nur, weil mehr Menschen unterwegs sind, sondern auch, weil bei schönem Wetter zu viele zu schnell fahren.

"Mehrheitlich die über 40-Jährige in Motorradunfälle verwickelt"

Dass zu Pfingsten zahlreiche Motorradfahrer unterwegs sein werden, lässt das angekündigte schöne Wetter erwarten. "Waren es vor einigen Jahren noch die 'jungen Wilden', die als Motorradlenker verunfallten, so sind es heute mehrheitlich die über 40-Jährigen, die in Motorradunfälle verwickelt sind", erklärte das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) am Donnerstag in einer Aussendung. Besonders gefährdet seien die sogenannten Späteinsteiger, die 39 Jahre oder älter sind und den Motorrad-Führerschein erst seit längstens fünf Jahren besitzen. Das Unfallrisiko dieser Personengruppe ist 23 mal höher als beim Durchschnitt aller Motorradlenker.

Generell bieten die Unfallzahlen des laufenden Jahres Grund zur Sorge. Bis 2. Juni sind nach vorläufigen Zahlen 186 Menschen im Straßenverkehr ums Leben gekommen, um über 20 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2013. Hauptursache von Unfällen sind überhöhte Geschwindigkeit und Ablenkung. Auffallend ist laut KFV den Anstieg der Zahl der Getöteten im Gemeindestraßennetz um 70 Prozent.