Erstellt am 27. November 2013, 09:32

Wie ein Inuit im Waldviertel. Sanfter Tourismus erfreut sich auch im Winter steigender Beliebtheit, allen voran das Schneeschuh- und Winterwandern. Auch in Niederösterreich lässt sich das erleben.

Interessierte finden auf dem Portal www.winterwandern.wanderdoerfer.at 350 Tourentipps und Angebote. Über 300 Winterwanderwege, Schneeschuhtouren und Langlaufloipen aus 42 österreichischen Wanderregionen sind hier online mit Tourenblatt, Fotos, Kartenmaterial, Höhenprofil und Wegbeschreibung verfügbar – natürlich auch sämtliche geöffneten Hütten für die urig-gemütliche Einkehr.


Auf 1.700 Höhenmetern, 30 Meter über dem Boden oder am Eisloch

Auch die Dachsteinregionen Filzmoos und Ramsau räumen der Winterromantik viel Platz ein: Alleine in Filzmoos gibt es 50 Winterwanderwege und kostenlose, geführte Winterwanderungen. In Ramsau am Dachstein reicht das Wegenetz sogar bis auf 1.700 Meter hoch gelegene Almen. Viele Hütten wie die idyllische Brandalm sind bekannt für ihre köstlichen steirischen Schmankerl.

Hoch hinaus geht es am 600 Meter langen Baumzipfelweg im Talschluss von Saalbach Hinterglemm, einem der beliebtesten Ausflugsziele im Salzburger Land. Die massive Lärchenholzkonstruktion mit Treppen, Türmen, Plattformen und Brücken bildet den höchstgelegenen Wipfelwanderweg Europas. Sie verläuft teilweise 30 Meter über dem Waldboden und führt über die „Golden Gate Brücke der Alpen“ zum Ziel.

Der Hin- und Rückweg zum Startpunkt Lindlingalm (je zwei Kilometer) kann zu Fuß, mit Pferdeschlitten oder mit dem Hüttentaxi zurückgelegt werden. Wie ein echter Inuit darf man sich im Waldviertel fühlen. Ausgerüstet mit Schneeschuhen können sich die Gäste ihr Mittagessen aus einem Eisloch angeln und anschließend grillen. Weniger hartgesottene Winterwanderer kehren nach der Tour rund um den zugefrorenen See in der warmen Stube ein und lassen sich Waldviertler Schmankerl wie Mohnnudeln oder Knödel servieren.