Erstellt am 04. November 2014, 10:07

61 Prozent befürchten Ebola-Fälle in Österreich. 61 Prozent der Bevölkerung befürchten, dass sich Ebola durch den internationalen Flug- und Reiseverkehr bis nach Österreich ausbreiten wird.

Sollte es dazu kommen, vertrauen 70 Prozent bei der Bekämpfung der Seuche auf das heimische Gesundheitssystem. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts "market" hervor.

"market" hat am 23. und 24. Oktober 501 repräsentativ für die Bevölkerung ab 16 Jahren ausgewählte Personen online befragt. Dabei erklärten zehn Prozent, dass Ebola durch den internationalen Verkehr "ganz sicher" nach Österreich kommen wird. 51 Prozent halten das für "eher wahrscheinlich", 37 Prozent für "eher unwahrscheinlich". Nur zwei Prozent antworteten mit "ganz sicher nicht".

Im Fall einer Ausbreitung bis nach Österreich haben 14 Prozent "sehr hohes" Vertrauen ins Gesundheitssystem und 56 Prozent "eher" Vertrauen. 24 Prozent berichteten von "eher weniger" Vertrauen, fünf Prozent von "gar keinem".

Österreich unterstützt Kampf gegen Seuche

Für die Bekämpfung der Ebola-Seuche in Afrika stellt Österreich mehr Geld zur Verfügung. Der Ministerrat in Wien hat am Dienstagvormittag die Freigabe von einer Million Euro aus Rücklagen des Außenministeriums beschlossen. Das Geld geht über die Austrian Development Agency (ADA) an die internationale Rotkreuz-Föderation und kommt über diese den Betroffenen zu.

In Westafrika sind unterdessen Millionen Kinder nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef vom Ebola-Ausbruch in der Region betroffen. Indirekte Konsequenzen seien der Verlust ihrer Eltern, Stigmatisierung, die Schließung von Schulen und eine generelle Zerrüttung ihrer Lebensumstände, warnte der Ebola-Koordinator der Unicef, Peter Salama, am Montag in New York.

"Der Tod ist überall um sie herum. Das Leben, wie sie es kannten, wurde auf den Kopf gestellt", sagte Salama. Bei etwa einem Fünftel der bestätigten 14.000 Ebola-Fälle in Westafrika handle es sich um Kinder. 4.000 weitere verloren ihre Eltern durch Ebola, viele von ihnen werden wegen des Stigmas der Krankheit von ihren Verwandten verstoßen.