Erstellt am 07. Mai 2013, 14:00

Adipositas hat viele Seiten. Kongress / Bei starkem Übergewicht spielen viele Faktoren eine Rolle: Gene, Lebensstil, Idealbilder …

Immer mehr Menschen kämpfen mit Übergewicht und starkem Übergewicht. Allein in Österreich sind über 20 Prozent adipös. „51,6 Prozent der Bevölkerung in NÖ sind übergewichtig oder adipös“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka. Mit Folgen. Es drohen Diabetes, Herzkreislauf- und andere Erkrankungen, aber auch Vereinsamung, Rückzug und Diskriminierung. Faktoren, die auch immer häufiger Kinder betreffen. Das Problem: „Übergewichtige Kinder werden zu übergewichtigen Erwachsenen“, erläutert Gerald Gartlehner von der Donau Uni Krems.

Bei Übergewicht spielt der Lebensstil eine Rolle. Und so setzen Programme wie „Durch Dick und Dünn“ für Kinder und Jugendliche oder „Vorsorge Aktiv“ für Erwachsene der Initiative „tut gut“ unter anderem auf Bewegung, gesunde Ernährung … ( www.gesundesnoe.at ). Aber auch andere Faktoren spielen eine Rolle. Wie die Gene und das Streben nach dem Idealgewicht, glaubt Elisabeth Jäger, Präsidentin der Adipositas Selbsthilfegruppe Österreich. „Der Einstieg in die Adipositas ist die erste Diät.“ Die vermeintliche Hungersnot und der Jojo-Effekt lassen die Kilos anwachsen. Von Diät zu Diät. Außerdem: „Die Evolution glaubt immer noch, dass wir laufen und Beeren sammeln müssen.“ Statt dessen aber findet man an jeder Ecke einen Supermarkt. Und in diesem gibt es auch viele Nahrungsmittel, die auch dazu beitragen. Wie sehr, ist noch nicht gut erforscht. Aber ein großes Problem scheint die extreme Verwendung von Maissirup in den USA zu sein. Er ist billiger als Zucker und führt dazu, noch mehr zu essen.-nini-

Termin-Tipp:
EUFEP-Kongress „Adipositasprävention – eine (ge)wichtige Aufgabe“, 12. und 13. Juni, Kloster Und, Krems. www.eufep.at