Erstellt am 26. September 2011, 00:00

Aktiv     & geistig   fit. SPORTLICH / Bewegung ist gesund und gut für die Konzentration – und für das Lernen in der Schule.

 |  NOEN
VON CHRISTINE HAIDERER

„Zappel“ schallt es durch das Klassenzimmer. Die Kinder gehen los, zappeln mit allen Teilen ihres Körpers und lachen. Plötzlich ruft die Lehrerin „Philipp“, und alle erstarren – bis das Wort „Zappel“ wieder zu hören ist …

Um Bewegung in den Unterricht zu bringen, etwa zwischen Deutsch und Mathematik und die Kinder wieder frisch und aufnahmefähig zu machen, gibt es viele einfache Übungen, von denen man manche auch zwischen den Schulbänken machen kann. Übungen wie die  auf der DVD „Bewegtes Klassenzimmer“ vom Sportland NÖ, die in den nächsten Wochen von Land NÖ und NÖ Media an alle Volksschulen in NÖ (auch Sonder- und Privatschulen) verschickt werden.

Bewegung für geistige  Fitness und Gesundheit
Grund dafür: „Bewegung stärkt den körperlichen Zustand der Kinder, stärkt aber natürlich auch den geistigen Zustand“, erläutert Landesrätin Petra Bohuslav. Davon ist auch Landesrat Karl Wilfing überzeugt: „Wir wissen, dass zu einer erfolgreichen Bildungslaufbahn körperliche Fitness viel beiträgt.“

Fit sind allerdings nicht sehr viele Kinder. Das hat auch Michael Buchleitner, ehemaliger Spitzenläufer und Wachau-Marathon-Organisator bei Running Kids festgestellt: „Wir haben gesehen, welche motorischen Probleme ein Hopserlauf Kindern bereitet.“ Daher hält er es für sehr wichtig, „dass neben den täglichen Turnstunden, die wir schon lange fordern, Bewegung in der Familie vorgelebt wird, in der Schule, in Vereinen …“

Auch Michaela Karl, Mutter von Benjamin Karl und Pädagogin an der Volksschule Wilhelmsburg, setzt sich für mehr Bewegung im Alltag ein. Weil: „Wir wollen, dass die Kinder, wenn sie erwachsen sind, gesund sind.“ Und das ist nur mit Sport möglich. Daher bewegt sie sich viel mit ihren Schülern im Unterricht. Ihr Appell an Eltern: „Bitte holt die Kinder weg vom Computer, weg vom Fernseher …“

In anderen Ländern gehört Laufen für Kinder zum Alltag. Wie in Kenia. Dort, so erzählt der Marathonläufer Henry Wanyoike, der nach seiner Erblindung von „Licht für die Welt“ aufgefangen wurde, gehen die Kinder über weite Strecken zu Fuß in die Schule, sie laufen und spielen Ball. Vor allem aber werden in Kenia Läufer zu Idolen, und: „Jedes Kind will ein Held sein.“