Erstellt am 27. September 2010, 07:42

Alkohol in der Arbeit. PRÄVENTION / Das SuchTeam NÖ unterstützt kleine und mittlere Betriebe im Wald- und Weinviertel bei Suchtproblemen.

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Ein verdächtiger Geruch, häufige Fehlzeiten, eine Verhaltensänderung, weniger Leistung – es gibt viele Anzeichen für ein Suchtproblem.
Diese sind jedoch von Mensch zu Mensch verschieden. Und so kann man nie sicher sein, ob jemand ein Alkoholproblem hat oder nicht – eine schwierige Situation, besonders für Arbeitgeber. Wie soll man den Verdacht ansprechen? Was darf man tun? Was nicht? Bei diesen und anderen Fragen rund ums Thema Sucht hilft das SuchTeam NÖ seit März kostenlos kleineren und mittleren Betrieben im Wald- und Weinviertel. Seither gab es 40 Kontakte zu Betrieben, aus denen sich fünf Vorträge und Beratungstermine ergeben haben. „Ziel war es, ein niederschwelliges Angebot aufzusetzen, da zu sein, zu sensibilisieren, zu beraten, Seminare zu machen und möglichst präventiv einzugreifen“, so Dominik Batthyány.

Wissen, Information und Beratung
Manchmal geht es nur darum, zu informieren. In der Firma Rittner Taxi etwa gilt: „Unsere Mitarbeiter müssen 0,0 Promille haben“, betont Franziska Rittner. Wenn jemand am Vorabend ein Bier zu viel hatte, kann der Restalkohol am nächsten Morgen zum Problem werden. Mit etwas Pech wird er erwischt, muss den Führerschein abgeben und verliert seinen Job. Daher ist es gut, wenn ein Taxilenker weiß, wie langsam sich Alkohol abbaut.
Und das SuchTeam berät. Etwa, wenn ein Mitarbeiter tatsächlich alkoholkrank oder auf dem besten Weg dorthin ist. Dann wird versucht, dass er seinen Arbeitsplatz behalten kann. Doch: „Wir therapieren nicht. Wir informieren, klären auf und helfen, die Probleme an die Oberfläche zu holen“, meint Andreas Hagenauer. Und so wird zudem auch eine passende Anlaufstelle für den Mitarbeiter gesucht.
 www.suchteam.at, 0664/18 01 609