Erstellt am 26. Dezember 2013, 08:00

Altes Wissen für Junge. Neues Buch / Es gibt viele Situationen, in denen man zum Arzt muss, oft aber helfen auch alte Hausmittel.

Von Christine Haiderer

Tee bei Husten, Hühnersuppe bei Erkältungen oder Wickel bei einem Insektenstich – nicht jedes Gesundheitsproblem braucht Antibiotika. Ganz im Gegenteil. Die tradierte europäische Medizin (TEM) bietet viele Hausmittel, die helfen können.

Wissen um Hausmittel verschwindet immer mehr

„Ich habe noch miterlebt, wie in der Familie mit Hausmitteln behandelt wurde“, erinnert sich Karl Zwiauer, Leiter der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde am Landesklinikum St. Pölten. Das Wissen um all die Hausmittel aber verschwindet immer mehr. Daher entstand das Buch „Kindern helfen ohne Medikamente“.

Wolfgang Schuhmayer, Arzt und Gründer des Institutes für tiergestützte Therapie und Forschung bei Gföhl: „Wir haben das Buch geschrieben, damit die Leute auf ein gesichertes Wissen zurückgreifen können.“ Schließlich sollte man mit Naturheilkunde nicht leichtfertig umgehen. „Es gehört in die Hände von Experten.“

Bei Durchfall kein Cola mit Salzstangen

Das Buch informiert darüber, welche Maßnahmen funktionieren und welche nicht, und auch darüber, was man besser nicht tun sollte. Zum Beispiel bei Brechdurchfall: „Cola mit Salzstangen ist keine empfehlenswerte Variante“, schreiben die beiden.

Sie halten es sogar für gefährlich, weil dadurch dem Körper noch mehr Wasser entzogen werden kann. Statt dessen: „Bei gestillten Säuglingen soll weitergestillt werden, bei Kleinkindern eine normale Nahrung, gemischte, leichte Kost verabreicht werden, um das Magen-Darm-System zu beruhigen.“

Sie empfehlen Karottensuppe nach Moro, Haferschleimsuppe und später Hühnersuppe. Letzteres übrigens ist auch ein besonders beliebtes Mittel bei Erkältungen. „In jeder alten Kultur gibt es die Hühnersuppe als Infektabwehr“, so Zwiauer.
 


Buchtipp:

Wolfgang A. Schuhmayer / Karl Zwiauer
„Kindern helfen ohne Medikamente“, Verlagshaus der Ärzte, 232 S., 17,90 Euro