Erstellt am 12. Dezember 2011, 00:00

Auf der Verpackung. LEBENSMITTEL-KENNZEICHNUNG / Durch eine neue Verordnung wird es auf Lebensmitteln EU-weit einheitliche Infos geben.

Mindestschriftgröße, Herkunftskennzeichnung, Kalorien- und Nährwertangaben, Imitate und Allergene – bei der Kennzeichnung von Lebensmitteln gibt es mit 12. Dezember viel Neues in vielen Bereichen.

Was zum Beispiel die Mindestschriftgröße betrifft, eine solche war bisher nicht verpflichtend. In Zukunft aber müssen Angaben in einer Schriftgröße von 1,2 Millimetern gemacht werden, „bezogen auf die Größe der Kleinbuchstaben, unter Berücksichtigung von Kontrast und Schrift“, wie es auf der Internetseite des Gesundheitsministeriums heißt. Neu ist auch, dass nicht nur die Herkunft von Rindfleisch, sondern auch von Schweinefleisch sowie von Schaf, Ziege und von Geflügel verpflichtend ist.

Die Kennzeichnung von Nährwerten ist freiwillig. Der Hersteller kann dabei zwischen verschiedenen Varianten wählen. Diese muss er dann aber nach den Vorgaben gemäß umsetzen.

Nicht in die Verordnung geschafft hat es die ebenfalls diskutierte Ampel-Kennzeichnung. Dabei wäre jedes Lebensmittel mit einer Farbe versehen worden, Lebensmittel mit niedrigem Fettgehalt grün, mit mittlerem gelb und mit hohem Fettgehalt rot. Gleiches gilt für Zucker, gesättigte Fettsäuren und Salz.

Besser ersichtliche Allergene und Hinweise

Was Allergene betrifft, müssen neuerdings die 14 wichtigsten Stoffe beziehungsweise Stoffgruppen in der Zutatenliste hervorgehoben werden.

Darüber hinaus müssen Allergene nicht mehr nur auf verpackten Lebensmitteln stehen, sondern auch auf loser Ware. Zum Beispiel in Restaurants oder Bäckereien. Außerdem werden Lebensmittelimitate und Klebefleisch schneller erkennbar gemacht. Zum Beispiel muss es einen Hinweis geben, wenn anstelle von Käse eine Pflanzenfettmischung verwendet wurde. Und bei Klebefleisch steht „ist aus Fleischstücken zusammengefügt“. Ebenfalls neu: Das Datum, an dem Fleisch, Fleischerzeugnisse und unverarbeiteter Fisch eingefroren wurden, muss vermerkt sein. Auch die Warnhinweise für Kinder, Schwangere und Stillende bei bestimmten koffeinhaltigen Lebensmitteln wie Energy Drinks.

„Die allgemeinen Kennzeichnungsbestimmungen müssen spätestens in den Jahren nach Inkrafttreten angewendet werden. Die Bestimmungen über die Nährwertkennzeichnung fünf Jahre nach Inkrafttreten“, verrät www.bmg.gv.at .