Erstellt am 04. Juni 2012, 08:21

Auf Heu gebettet. GESUND / Im Heu befinden sich zahlreiche Gräser und Kräuter mit vielen Wirkstoffen.

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VON ELENA TRAUTTMANSDORFF

Heu ist nicht nur trockenes Gras. Denn: „Wenn das Heu eingebracht und in der Trockenkammer gelagert wird, ist es randvoll mit Blüten, Blattteilen und feinsten Gräsern und Kräutern. Die Summe all dieser einzelnen Teile macht aus dem Heu eine uralte Naturarznei.“ Davon ist Familie Haselböck aus Münichreith bei Maria Taferl überzeugt. Für sie waren die eigenen Erfahrungen mit Kreuzschmerzen und Schlafproblemen Anlass, Heuunterbetten zu entwickeln.
Die Basis: Was man früher vermuten konnte, weiß man heute ganz genau aus Untersuchungen unter dem elektronischen Mikroskop. In einer Handvoll Heu befinden sich laut Familie Haselböck 50 bis 80 verschiedene Gräser und Kräuterarten, die wiederum an die tausend verschiedene Wirkstoffe beinhalten.
Heu enthält durchblutungsfördernde, entzündungshemmende Substanzen, zahlreiche Kräuter, Gerbstoffe, ätherische Öle, Kumarin, Kohlensäure, Karotin, Provitamin A und Vitamin B.

Wirkung der Kräuter durch Körperwärme freigesetzt

Das Heuunterbett ist eine Matratzenauflage und hat eine Füllung aus Heu mit Kräuterzusätzen. Die Kräuter können unter anderem Hopfen, Minze, Kamille, Lavendel, Arnika, Rosmarin sein – je nach Beliebigkeit. Die heilsame Wirkung der Wiesenkräuter wird durch die eigene Körperwärme freigesetzt, und so wirken im Schlaf die entfalteten Aromastoffe und ätherischen Öle.

Gut für die Gelenke, Muskeln und Knochen

Ein Teil der Kräuter wird über die Haut aufgenommen und löst dort positive Reaktionen auf Gelenke, Muskeln, Knochen und Gewebe aus. Außerdem mobilisieren sie das Immunsystem und wirken gegen Entzündungen (zum Beispiel der Gelenke). Der andere Teil wird über das vegetative Nervensystem eingeatmet.
Im Heubett wird Stress abgebaut und neue Lebensfreude herbeigeführt. Auch bei hyperaktiven Kindern rät die Familie Haselböck zu Heubetten. Sämtliche Heuunterbetten sind luftdurchlässig, atmungsaktiv und temperaturausgleichend. „Die Wirkung des Heus und der Kräuter hält zwei bis zweieinhalb Jahre an, sodass wir eine maximale Nutzungsdauer von zwei bis drei Jahren empfehlen“, meint Heidemarie Haselböck, die sich, wie ihre ganze Familie ein altes Sprichwort zu Herzen genommen hat: „Wie man sich bettet, so liegt man.“