Erstellt am 13. Januar 2016, 12:22

von APA Red

Bedarf an Pflege und Betreuung steigt. Die demografische Entwicklung im Burgenland - im Zeitraum 2010 bis 2020 wird mit einem Anstieg der Über-80-Jährigen von rund 15.800 auf 19.200 gerechnet - lässt auch den Bedarf an Pflege und Betreuung steigen.

Landesrat Norbert Darabos unterstützt die Bundes-Pläne: »Wir haben als Länder auch eine Bringschuld.« Bis Ende August sollen nun 600 neue Asylplätze im Burgenland geschaffen werden. Foto: Müllner  |  NOEN, Müllner
Ende März 2015 standen in 44 Pflegeheimen 2.142 Plätze zur Verfügung, sagte Soziallandesrat Norbert Darabos am Mittwoch bei der Präsentation des aktuellen Sozialberichtes.

Im Burgenland gebe es derzeit rund 18.300 Pflegegeldbezieher. Mehr als 12.000 von ihnen würden zu Hause von Angehörigen betreut - ohne Inanspruchnahme von Pflegediensten. "Das Gros der Pflegeleistungen trägt im Burgenland immer noch der oder die Angehörige", berichtete Darabos.

Immer stärker nachgefragt werde auch "Betreutes Wohnen Plus", das vom Land im Jahr 2013 als Pilotprojekt eines Wohnmodells für Menschen mit geringerem Betreuungsbedarf gestartet wurde. Mittlerweile werden an neun Standorten fast 200 Personen betreut, so der Landesrat. Im Jahr 2014 wurden dafür rund 116.000 Euro aufgewendet.