Erstellt am 14. Juni 2011, 07:52

Botschafter des Weins. GENUSSMENSCH / Harald Knabl, Geschäftsführer des NÖ Pressehauses und Erster Chefredakteur der NÖ Nachrichten, ist ab sofort oberster Repräsentant der niederösterreichischen Weine.

Sie verbindet die Liebe zum niederösterreichischen Wein und zum Sport: Weinkönigin Elisabeth II. und der neue Weinbotschafter des Landes, Harald Knabl. Am Donnerstag wurden beide bei der NÖ Weingala in ihre neuen Ämter eingeführt, die sie treulich zu erfüllen gelobten. ERICH MARSCHIK  |  NOEN
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VON CHRISTIAN BAYR

Ihm schmeckt der Weiße genauso gut wie der Rote – vorausgesetzt er zeigt Volumen und Charakter, wie der Smaragd aus der Wachau etwa. Beim Roten darf es dann eher etwas Eleganteres sein, ein Pinot Noir zum Beispiel. Und er steht dazu, dass der Wein sein Hobby ist, neben dem Sport.

Alles gute Gründe, warum der Weinbauverband und die Landwirtschaftskammer Niederösterreich einen der führenden Medienmanager des Landes, Harald Knabl, zu ihrem Weinbotschafter gekürt haben.

Harald Knabl ist nämlich nicht nur bekennender Genießer, sondern auch Erster Chefredakteur der NÖN und Geschäftsführer des Niederösterreichischen Pressehauses – und er gelobte feierlich bei seiner Kür, die dieser Tage bei der NÖ Weingala in Grafenwörth erfolgte, sein Amt mit Würde und Verantwortung auszuüben: „Ich freue mich wirklich sehr über diese Auszeichnung, und ich sehe darin nicht nur einen Ehrentitel, sondern auch eine echte Aufgabe.“

Werbung für den Wein aus  Niederösterreich machen

Er wolle nicht nur dafür Sorge tragen, dass in seinen Medien – unter anderem eben der NÖN – dem Thema Wein breiter Raum gewidmet würde, sondern er werde auch im Kollegenkreis Werbung für den heimischen Wein machen.

Weinbaupräsident Franz Backknecht strich in seiner Laudatio besonders die publizistischen Verdienste Knabls – und zwar nicht nur für den Wein – hervor. Knabl stünde wie kaum ein Zweiter für ehrlichen, realistischen und bodenständigen Journalismus. Außerdem habe er dem niederösterreichischen Wein stets breiten Raum in seinen Medien eingeräumt und sich als verlässlicher Partner für die Weinwirtschaft erwiesen. Knabl sei daher ein würdiger Botschafter für den niederösterreichischen Wein.

Neben der Kür des Weinbotschafters wurde auch eine neue Winzerkönigin gekrönt: Elisabeth II. folgt auf Barbara Resch, die diese Funktion die beiden vergangenen Jahre innehatte.

Elisabeth Hirschbüchler stammt aus einer Winzerfamilie in Obersdorf bei Wolkersdorf und studiert Gesundheitsmanagement und Fitness und hat schon als Kind im elterlichen Heurigen mitgeholfen. Für sie ist es eine wunderschöne Aufgabe, den niederösterreichischen Wein in den kommenden Jahren vertreten zu dürfen: „Ich werde den Auftrag mit Wissen, viel Charme und Konsequenz erfüllen.“

Agrarlandesrat Stephan Pernkopf war es schließlich vorbehalten, nicht nur die neue Winzerkönigin zu krönen, sondern auch die insgesamt 16 Landessieger der niederösterreichischen Landesweinkost auszuzeichnen, die aus mehr als 3000 eingereichten Weinen ermittelt wurden. Pernkopf: „Gerade in schwierigen Zeiten für Lebensmittel ist es umso wichtiger, die Ehre des niederösterreichischen Weins hochzuhalten.“

Pernkopf nützte die Gelegenheit, scharf die Vorverurteilung vieler Gemüseproduzenten zu geißeln, die unschuldig zum Handkuss gekommen seien.

Der Landessieg 2011 in der Leitsorte Grüner Veltliner ging an Meinrad Markowitsch aus Göttlesbrunn (Kategorie Leicht) und Johann Berger aus Röschitz (Kategorie Gehaltvoll). Gleich zwei Trophäen, nämlich für ihren Sekt und ihren Prädikatswein, konnte das Weingut Erwin Steinschaden aus Langenlois abräumen.

Den interessantesten Sieger stellte in der Kategorie „Cuvee Rot“ das Weingut Landauer-Gisperg aus Tattendorf: Ihr Siegerwein „Amphore 2009“ wurde tatsächlich in 800-Liter-Ton-Amphoren ausgebaut.