Erstellt am 19. Dezember 2013, 08:33

von Christine Haiderer

Der Hausarzt im Zentrum. Patientenumfrage / Berater und Koordinator soll der Hausarzt sein. Er soll Visiten machen können und seine Ordination in der Nähe haben.

Einen Arzt des Vertrauens, der für den Patienten Behandlungen, Vorsorge & Co. koordiniert. Das wollen 90 Prozent der Patienten. Das besagt eine aktuelle Umfrage der NÖ Ärztekammer unter rund tausend Patienten von ausgewählten Hausärzten in NÖ.

Nähe ist Patienten wichtiger als ständige Verfügbarkeit

Ebenfalls 90 Prozent wollen eine möglichst wohnortnahe Versorgung. Auch wenn das bedeutet, dass die Ordinationen nicht jeden Tag unter der Woche von 7 Uhr früh bis 7 Uhr abends geöffnet haben. 96 Prozent halten es für sinnvoll, wenn Visiten möglich sind, und wollen einen Arzt, mit dem sie über Jahre hinweg eine Beziehung aufbauen können.

Insgesamt werden laut NÖ Ärztekammer also Ärzte verlangt, die im Rahmen eines Vertrauensarztmodells arbeiten und alle Belange rund um die Grundversorgung inklusive Visiten abdecken. Und damit auch Ärzte, die einen Überblick über alle Befunde und Medikamenten-Verschreibungen haben. Was laut NÖ Ärztekammer gleichzeitig aber die Einführung der elektronischen Gesundheitsakte ELGA in Frage stellt.

Drei Viertel wollen Medikamente auch beim Arzt besorgen können

Ebenfalls ein Thema der Umfrage waren Medikamente. Hierbei sind 25 Prozent der Ansicht, dass die Versorgung mit rezeptpflichtigen Medikamenten durch öffentliche Apotheken ausreicht.

75 Prozent hingegen sind dafür, dass rezeptpflichtige Medikamente zusätzlich zu den öffentlichen Apotheken auch in Ordinationen abgegeben werden dürfen. Insbesondere Patienten aus Kleingemeinden. Fast allen befragten Patienten übrigens ist es außerdem wichtig, dass sie sich selbst aussuchen können, wer ihr Hausarzt ist.