Erstellt am 02. März 2012, 12:15

Der innere Schweinehund. MOTIVIERT / Im Kampf gegen sich selbst hilft es etwa, sich nicht zu viel vorzunehmen, in einer Gruppe zu trainieren, an Wettbewerben teilzunehmen und ein Trainingstagebuch zu führen.

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Wer kennt das nicht? Man hat sich vorgenommen, am Tag X, mit einer bestimmten Aktivität zu beginnen. Es ist alles vorbereitet. Die passende Ausrüstung ist gekauft. Man hat sich ausführlich über Trainingspläne informiert, sich guten Willen zugesprochen … doch irgendeine Kraft hält einen davon ab, die engagierten Ziele in Angriff zu nehmen.

Plötzlich scheinen alle anderen Dinge wichtiger zu sein. Man fängt sogar freiwillig an, die Wohnung zu putzen oder langweilige Fernsehsendungen ungemein spannend zu finden. Außerdem scheint auch das Wetter extrem unwirtlich zu sein, um sein Vorhaben umzusetzen.

Die persönliche Überwindung kann viel Kraft kosten
Alle Vorwände sind willkommen, und schließlich gibt man sich geschlagen: Das wird heute nichts, vielleicht morgen. Das alles sind Symptome einer alt bekannten Krankheit: dem inneren Schweinehund! Dieser Schweinehund ist vom Krankheitsbild her ähnlich dem „Hätti-Wari-Virus“ und ist ebenso gemeingefährlich. Beide „Erkrankungen“ vermitteln das Gefühl, etwas nicht erledigt zu haben. Und dies ist weitaus schlimmer, als sich die Anstrengung anzutun. Laufexperte Helmut Sunk, der auch Obmann des Pielachtaler Lauftreffs ist, hat gegen diese „Erkrankung“ einige gute Tipps parat: „Aller Anfang ist schwer. Man soll sich daher nicht zu viel vornehmen“, weiß Sunk, dass sich kleinere Vorhaben leichter in die Realität umsetzen lassen. Einen Erfolg zu verspüren ist eines der wichtigsten Rezepte gegen den Schweinehund. Keiner fühlt sich wohl, wenn er am nächsten Tag Muskelkater hat und sich kaum bewegen kann. Der Körper verwehrt sich dann auch geistig gegen eine weitere Beanspruchung.

„Ein weiteres gutes Mittel ist auch, in Gruppen zu trainieren. Das spornt einen so richtig an, wenn man sieht, dass jemand anderer mit Elan an die Sache geht. Das wirkt schon ansteckend“, so Sunk. Möglichkeiten hierfür bieten beispielsweise Laufvereine oder Lauftreffs. „Wenn man jemanden während des Laufens zum Reden hat, macht es die Sache einfacher. Außerdem ist das so etwas wie eine Geschwindigkeitskontrolle. Wenn man neben dem Laufen noch Luft hat, um ein Gespräch zu führen, ist man genau in der richtigen Pulsfrequenz.“
Von enormer Bedeutung ist es auch, einen Plan zu haben, damit man das Training am Beginn nicht übertreibt und nicht irgendwann die Lust auf den Sport verliert. „Die zahlreichen Laufklubs stehen da aber mit Rat und Tat zur Verfügung. Einen Erfolg sieht man bei vielen Sportarten relativ bald“, appelliert Sunk an das Durchhaltevermögen. „Man darf sich aber auch nicht zu schade sein, einmal einen kleinen Rückschritt hinzunehmen und auch beispielsweise auf seiner Laufstrecke ein paar Meter gehend zurücklegen“, weiß Sunk aus eigener Erfahrung.
Ein großer Ansporn ist auch die Teilnahme an diversen Wettbewerben. Das soll nicht heißen, dass man sich gleich einen Marathon als Ziel setzen muss. „In Niederösterreich gibt es jede Menge Volksläufe. Darauf hinzutrainieren macht besonders viel Spaß, und der Schweinhund verschwindet wie von selbst.“

Glücksgefühl als große Belohnung für Anstrengung
Es ist wohl eines der schönsten Gefühle, wenn man aktiv den Schweinehund besiegt hat. Nach der sportlichen Betätigung stellt sich unmittelbar ein Glücksgefühl ein, ähnlich wie durch Schokolade, nur dass man sich anschließend noch besser fühlt, da man dem Körper ja etwas Gutes getan hat. Erfahrungsgemäß nimmt der innere Schweinhund mit der Häufigkeit der sportlichen Betätigung ab. Auch, weil man sich immer mehr verbessert. Zusätzliche Motivation bietet nicht nur der Blick auf die Personenwaage, sondern auch ein sogenanntes Trainingstagebuch. Darin notiert man sich die Trainingsleistung und eventuell auch das persönliche Empfinden dabei. Eine Überprüfung mittels eines Pulsmessers kann ebenfalls nicht schaden. Der Fortschritt ist markant, und das Glücksgefühl entschädigt für so manchen Aufwand, allerdings muss man dazu auch erst einmal seinen inneren Schweinehund überwinden. Und wie das geht, sollte nun kein Problem mehr sein.

RUND UMS LAUFEN
  • Internettipps:
www.askoe.or.at
www.hotsport.ch
www.laufkalender.at
www.maxfun.at
www.oesterreichischer-frauenlauf.at
www.runnersworld.com
www.runnersworld.at
  • Laufclubs:
www.lauftreffpielachtal.at
www.ask-ortner-loosdorf.com
www.derfisch.at/sport (Mödling)
www.laufclub-erstebank.at
www.lcc-wien.at
www.lcwaldviertel.com
www.nurmis.at (Ternitz)
www.udw.at (Deutsch Wagram)
www.kabelweb.at/askoe-hainfeld
www.lcmank.at
www.svlunzamsee.at
  • Volksläufe:
März:
Sonntag, 4. März: Crosslauf St. Pölten.
Samstag, 10. März: Rund um das Stift Göttweig.
Samstag, 17. März: Halbmarathon der Naturfreunde Herzogenburg.
Sonntag, 25. März: Crosslauf Pfaffstetten, LCC Eisbärlauf III.
April:
Sonntag, 1. April: Rund um den Wienerwaldsee.
Samstag, 7. April: Jauerling.
Samstag, 14. April: Straßenlauf St. Veit/Gölsen.
Sonntag, 15. April: Wien-Marathon.
Sonntag, 22. April: Linz-Marathon, Lauf in Gänserndorf, Alfred-Vogl- Gedenklauf in Pottenbrunn.
Samstag, 28. April: Waidhofner Stadtlauf (Waidhofen an der Ybbs).
Mai:
Sonntag, 6. Mai: Donauuferlauf.
Samstag, 12. Mai: Hausruck-Challenge, Horner Stadtlauf.
Donnerstag, 17. Mai: Schöpfl-Berglauf, Campuslauf Krems.
Samstag, 19. Mai: Mittelpunktlauf in Kapelln.
Samstag, 26. Mai: 1. Kamptaler Dreckbeißer.
Montag, 28. Mai: Landeshauptstadtlauf in St. Pölten.