Erstellt am 10. Januar 2011, 00:00

Die besten Roten. NACHSCHLAGEWERK / Der falstaff-Rotwein-Guide entführt in die Welt der österreichischen Rotweine des Jahrgangs 2008.

 |  NOEN, BilderBox.com (www.BilderBox.com)

Wochenlang wurden die 1400 eingereichten Rotweine verkostet, bewertet und beschrieben. 1350 von ihnen erreichten 85 von 100 Punkten, schafften so die nötige Mindestpunktezahl und damit auch die Aufnahme in den falstaff-Rotwein-Guide 2011. Anders als die Weine von 80 bis 84 Punkten werden sie nicht nur erwähnt, sondern auch beschrieben.

Die Herausragendsten all dieser Weine stellten sich in einem letzten Durchgang einer Fachjury. Bei der falstaff-Rotweingala im Dezember standen die Sieger dann fest. Darunter die drei falstaff-Sieger, allesamt aus dem Burgenland.

In einer Kategorie aber hatte NÖ die Nase vorn: Sieger des Zweigelt Grand Prix 2010 ist Franz Netzl aus Göttlesbrunn mit seinem Blauen Zweigelt Selection Rubin Carnuntum 2009. Und es gibt einen weiteren Niederösterreicher unter den ersten drei: das Weingut Hans und Philipp Grassl in Göttlesbrunn auf Platz 3 (Zweigelt Rubin Carnuntum 2009), übrigens auch Dritter in der Kategorie Donau-Versicherung-Reserve-falstaff-Trophy (für Spitzenweine, die länger als andere im Fass ruhen) mit ihrer Bärnreiser Reserve 2007.

Bestens vertreten in fast allen Sorten

Noch mehr niederösterreichische Rote finden sich unter den Sortensiegern 2010. Darunter auch viele Erstplatzierte: der Merlot Rotundo 2008 vom Weinbau Gottschuly-Graßl (Göttlesbrunn), der St. Laurent Altenberg 2008 vom Weingut Walter Glatzer (Göttlesbrunn), der Syrah Kirchberg 2008 vom Weingut Trapl (Stixneusiedl) und der Blaue Zweigelt Gigama 2008 vom Weingut Leth (Fels/Wagram).

Gesamtresümee aller Weine und des Jahrgangs 2008 von Juryleiter Peter Moser: „War der Jahrgang anfänglich zwar als gut, aber durchaus durchwachsen angekündigt, so zeigten die Tastings, wie gut die heimischen Winzer ihre Hausaufgaben gemacht haben. Die Überraschung war das hohe Niveau der Weine, speziell im Bereich von Blaufränkisch und St. Laurent.“ Welche Weine was können, das kann man im 354 Seiten starken Guide nachlesen. Bei jedem Wein sind der Ab-Hof-Preis, Adresse und Internetadresse des Weingutes angegeben. „Best Buy“ verweist auf ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis, und auch Bio-Weine sind gekennzeichnet.