Erstellt am 12. April 2011, 12:45

Die Weinkeller öffnen …. WEINTOUREN /  Die Palette der vinophilen Verkostreihen reicht von der traditionellen „Tour de Vin“ über den Kamptaler Weinfrühling bis zur Weintour im Weinviertel.

Einfach herrlich: eine gemütliche Hauerjause mit Freunden - mit einem guten Schluck Wein. Was will man mehr? FOTO: ÖWM/ LEHMANN  |  NOEN
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Wein muss nicht nur gut schmecken, Wein soll auch inszeniert werden! Dies gilt natürlich auch insbesondere für Niederösterreich, wo Wein-Events im Frühling eine jahrelange Tradition haben.

Die „Tour de Vin“ ist ein „Flaggschiff“ der blau-gelben Weintouren. Bereits zum 17. Mal laden die 23 Top-Winzer rund um Krems und das Kamptal am 7. und 8. Mai (von 10 bis 18 Uhr) zur Entdeckungsreise. Die Handhabung ist relativ einfach: Bei jedem der teilnehmenden Winzer kann man sich einen Anstecker zum Preis von 15 Euro kaufen, der zum Besuch und zur Verkostung aller 23 teilnehmenden Traditions-Weingüter berechtigt. Wer also auf den Spuren von Bründlmayer, Malat, Topf & Co. wandeln möchte, für den ist die „Tour de Vin“ ein Muss.

Die Palette reicht dabei von Jazzbrunch am Geyerhof, zahllosen Altweinverkostungen und Weingartenwanderungen bis hin zu Modepräsentationen und Schwebefahrten mit dem Sagway. Einige Winzer bieten (gegen Vorbestellung) auch spezielle Hauerjausen an.

Am Samstag, den 7. Mai, findet im Kloster Und ab 20 Uhr eine Magnumparty statt, bei der 23 verschiedene Weine aus der Großflasche verkostet werden können. Der Eintritt (mit gültigem „Tour de Vin“-Button) beträgt zehn Euro.

Eine echte Besonderheit stellen aber auch die Spaziergänge zum Slow-Food-WeinGarten am Zöbinger Heiligenstein dar: Jeweils zwischen 13 und 18 Uhr kann man vom Parkplatz der Zöbinger Kellergasse aus zur 15 Minuten entfernten Weingartenhütte pilgern. In den kommenden fünf Jahren sollen außerdem – in Kooperation mit der Arche Noah – 500 Obstbäume in den Weingärten gepflanzt werden.

Neu ist auch eine eigene WeinGARTEN_plus-Box in Kooperation mit Slow Food, gefüllt mit regionalen Spezialitäten wie einem Weingarten-Knoblauchpesto, Quittenkäse, Kräutersalz und Weingarten-Pfirsichmarmelade, die – erstmals bei der „Tour de Vin“ – in einer limitierten Auflage bei allen Mitgliedsbetrieben erhältlich ist (www.traditionsweingueter.at).

Auch wenn sie einen Besuch bei der „Tour de Vin“ schon fix eingeplant haben, sollten sie es allerdings nicht verabsäumen, bereits eine Woche vorher, nämlich am 30. April und am 1. Mai, dem Kamptal einen Besuch abzustatten: An diesem Wochenende haben nämlich nicht weniger als 86 Winzer aus dem Kamptal ihre Weinkeller anlässlich des „Kamptaler Weinfrühlings“ für Besucher geöffnet.

Neben den Klassikern wie Veltliner, Riesling, Weißburgunder oder Sauvignon Blanc kann man auch im Kamptal seit 2008 DAC-Weine verkosten. Gleich zwei Weine, nämlich der Grüne Veltliner Kamptal und der Riesling Kamptal, dürfen das begehrte DAC-Siegel verwenden. Rund 3900 Hektar Rebfläche gibt es im Kamptal, die Weine aus den Top-Lagen wie Heiligenstein, Dechant, Schenkenbichl oder Steinhaus lassen die Herzen aller Weinfans höher schlagen (www.kamptal.at).

Am 7. und 8. Mai laden auch rund 80 Winzerhöfe zum „Frühlingserwachen Wagram“ in das Weinbaugebiet zwischen Tulln und Grafenwörth ein. Eröffnet wird das Frühlingserwachen bereits am 6. Mai um 19 Uhr mit einem „Wagram Open“ in der Kellergasse Absberg in Absdorf.

Die Weinfreunde erwarten an diesem Wochenende aber auch zahlreiche Weinkulinarien in den Weingasthöfen der Region. Einen Besuch wert ist übrigens auch die 2009 eröffnete Gebietsvinothek „Weritas“ (www.weritas.at) in Kirchberg am Wagram, in der – in modernem Ambiente – Weine von rund 50 Wagramer Winzern zum Ab-Hof-Preis erworben werden können (www.regionwagram.at).

Auch wenn die Ausdauer der Weinfreunde in den kommenden Wochen auf eine harte Probe gestellt wird, sollte man sich für einen Abstecher ins Weinviertel unbedingt Zeit nehmen: Am 30. April und 1. Mai kann man nicht nur die besten Weine des mit 13.400 Hektar größten Weinbaugebietes Österreichs genießen, sondern auch die Weinviertler Köstlichkeiten verkosten oder eines der zahllosen Museen und Schlösser besuchen.

Das Weinviertel wird ja bekanntlich vom pannonischen Klima geprägt (bis zu 1900 Sonnenstunden im Jahr) – ideale Bedingungen für den Weinbau, vor allem natürlich für die Leitsorte Grüner Veltliner.

Das berühmte „Pfefferl“, dass sogar durch eine Aroma-Studie des Bundesamtes für Weinbau in Eisenstadt wissenschaftlich belegt wird, sowie ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis machen die Weinviertler Weißweine, insbesonders die Grünen Veltliner mit der Herkunftsbezeichnung DAC, zu einem
ernst zu nehmenden Player am
heiß umkämpften Weinmarkt (www.weinviertel.at).