Erstellt am 14. März 2011, 07:38

Die Zeit der Pollen. SAISONSTART / Rund 300.000 Menschen leiden in NÖ unter einer Allergie. Manche davon reagieren auf Haselpollen, die gerade herumfliegen.

 |  NOEN, BilderBox.com / Erwin Wodicka (www.bilderbox.com)
VON CHRISTINE HAIDERER

Die Pollen von Hasel und Erle sorgen bereits für Heuschnupfen, rote Augen und Asthma. Bald wird aber auch die Birke so weit sein. Und für die werden heuer Rekordweiten vorausgesagt – zumindest für Zentralösterreich. Der Rest wird vermutlich eine gleich starke Belastung wie im Vorjahr erleben.

„An die 20 Prozent der niederösterreichischen Bevölkerung ist von einer Allergie betroffen“, so Landesrätin Karin Scheele. Viele davon von einer Pollenallergie. Wann, wo und wie viel Pollen herumschwirren, darüber können sich Allergiker informieren, auf www.pollenwarndienst.at. Hier gibt es – auch über Newsletter – Prognosen zu den unterschiedlichen Pollenarten und Regionen.
Wie so eine Prognose entsteht? „Mit einberechnet werden die Erfahrungen der vergangenen Saisonen, das Wetter, das bisher gewesen ist, die Wetterprognose und die Pollenzahlen“, erläutert Franz Trautinger, Leiter der Abteilung Haut- und Geschlechtskrankheiten am Landesklinikum St. Pölten. Apropos Pollenzahlen: Um diese zu erhalten, braucht man Pollenfallen. Drei davon gibt es in NÖ. Eine in Lunz am See, eine in Allentsteig und eine am Dach der Kinderstation des Landesklinikums St. Pölten.

Pollen sammeln als Hilfe für Allergiker
Dort drehen sie sich, saugen die Luft ein und sammeln Pollen, Feinstaubartikel & Co. Diese landen auf einem Klebestreifen im Inneren der Trommel, der eine Woche lang alle diese Partikel „aufzeichnet“. Dann kommt er unters Mikroskop, und es wird zu zählen begonnen …

Für Allergiker ist es von Vorteil, zu wissen, auf welche Pollen sie reagieren und wann diese Pollen unterwegs sind. Denn dann können sie für diese Zeit versuchen, den Pollen aus dem Weg zu gehen. Zum Beispiel Pollenschutzgitter an den Fenstern zu installieren, die Kleidung möglichst nach jedem Aufenthalt im Freien zu wechseln oder täglich die Haare waschen. Maßnahmen, die über das ganze Jahr nicht umsetzbar wären, für die Pollensaison aber schon. Diese Zeit der Belastung ist auch die Zeit, in der die Betroffenen ihre Medikamente (Antihistaminika, Nasensprays) nehmen sollten. Um sich auf diese Zeit vorzubereiten, aber auch bei Verdacht auf eine Allergie, sollte man einen Arzt aufsuchen. Auch um eine Verschlechterung der Beschwerden (aus Heuschnupfen wird Asthma) zu verhindern.

BLÜH-TERMINE IN NÖ
Hasel: geht zu Ende
Erle: geht zu Ende
Esche: noch 10 Tage
Birke: noch 13 Tage
Gräser: noch 66 Tage
Beifuß: noch 132 Tage
Ragweed: noch 156 Tage
 Stand: 13.3., www.pollenwarndienst.at