Erstellt am 08. Oktober 2013, 13:43

Einmal durchchecken, bitte!. Wer gesund lebt, kann das Risiko für so manche Krankheit verringern. Auch Vorsorgeuntersuchungen können helfen, gesund zu bleiben.

 |  NOEN, www.BilderBox.com (www.BilderBox.com)
Doch auch, wenn man sich gesund ernährt, viel bewegt, nicht raucht, wenig Alkohol trinkt … kann es trotzdem passieren, dass man krank wird. Dann ist es wichtig, diese Krankheit rasch zu diagnostizieren. Denn: Bei vielen Krankheiten stehen die Chancen besser, wenn man schnell mit der Behandlung beginnen kann.

Krankheiten früh zu erkennen, ist das Ziel vieler Vorsorge-Checks. Zum Beispiel auch der Vorsorgeuntersuchung. Sie ist für alle in Österreich Wohnhaften ab 18 Jahren einmal im Jahr möglich. Bei niedergelassenen Allgemeinmedizinern und Fachärzten für Innere Medizin, und Lungenärzten. Ihr Ziel ist es zudem, Risikofaktoren zu vermeiden. Insbesondere jene für Herz-Kreislauferkrankungen und Stoffwechselerkrankungen. Bis 40 werden fast alle Untersuchungen im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung alle drei Jahre empfohlen, ab 40 alle zwei Jahre, verrät die Infobroschüre des Hauptverbands der Sozialversicherung. Neben Herz-Kreislauferkrankungen spielen auch Krebs und Sucht bei jeder Vorsorgeuntersuchung eine Rolle.

Ein paar Untersuchungen werden aber ab einem gewissen Alter besonders empfohlen:

Ab 30 geht es mehr um die Zähne. „Parodontitis (bakterielle Zahnbetterkrankung) gilt ab dem 30. Lebensjahr als größter Risikofaktor für Zahnausfall“, heißt es auf dem Gesundheitsportal www.gesundheit.gv.at. „70 Prozent der Zahnverluste werden durch eine chronische Parodontitis verursacht.“

Ab 40 war bei der Vorsorgeuntersuchung, die bereits vor acht Jahren entwickelt wurde, bei Frauen die Rede von Mammografie. Das geplante Brustkrebsfrüherkennungs-Programm jedoch sieht laut Gesundheitsministerium vor, dass alle Frauen zwischen 45 und 69 einen Einladungs-Brief erhalten. „Dieser Brief gilt als Überweisung und ermöglicht eine wohnortnahe Untersuchung in dafür qualifizierten Röntgen-Ordinationen oder Instituten“, heißt es auf www.bmg.gv.at . Frauen, die jünger oder älter sind, können zwar teilnehmen, werden aber nicht aktiv eingeladen.


x  |  NOEN, bilderbox


Ab 50 steht für Frauen und Männer die Darmkrebsfrüherkennung am Programm. „Sie umfasst – zusätzlich zum jährlichen Hämoccult-Test (Untersuchung des Stuhls auf Blut) – alle zehn Jahre eine Darmspiegelung (Koloskopie)“, verrät www.gesundheit.gv.at. Die Darmspiegelung kann bei Fachärzten für Innere Medizin oder Chirurgie sowie im Krankenhaus (Abteilung für Innere Medizin/Gastroenterologie oder Chirurgie) durchgeführt werden. Überweisung erforderlich.
Ab 50 wird der PSA-Test (Prostata spezifisches Antigen) Thema. Wobei: Nur auf Wunsch des Patienten erfolgt eine Überweisung zum Urologen.

Ab 65 geht es um immer häufiger ums Hören und Sehen. „Fast ein Drittel der über 65-Jährigen leidet an einer Hörstörung oder Sehbeeinträchtigung.“ Da man oft nicht bemerkt, dass es schlechter wird, steigt die Unfallgefahr. Daher: Alle zwei Jahre Ohren und Augen checken lassen!
Infos: www.sozialversicherung.at

Mehr zum Thema finden Sie in der NÖN-Sonderbeilage <strong> &gt;&gt; Aktiv im Alter.</strong>