Erstellt am 29. August 2011, 14:19

Elektronische Gesundheitsakte in allen Kliniken. Obwohl sie bei Interessensgruppen immer noch umstritten ist, wird die elektronische Gesundheitsakte (ELGA) bald in allen niederösterreichischen Landeskliniken eingesetzt. Bereits seit 2009 lief ein Pilotversuch in den Spitälern in der Thermenregion im Süden des Landes.

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Seit Juni seien alle Daten im System, ab 1. September könnten dann schrittweise innerhalb der kommenden acht Monate sämtliche Ärzte und Spitalsmitarbeiter mit der ELGA arbeiten, kündigte LHStv. Wolfgang Sobotka am Montag an.

Das noch fehlende ELGA-Bundesgesetz spiele hierbei keine Rolle, weil es sich eben um Landeskliniken handle, hieß es. Eine Vernetzung mit dem niedergelassenen Bereich, anderen Spitälern oder über die Landesgrenzen hinaus sei dadurch aber natürlich nicht möglich, wurde kritisiert. Man hoffe daher, dass das Bundesgesetz bald beschlossen werde.

"Bei der Erstellung von ELGA wurden sämtliche internationalen Standards der Datenschutzrichtlinie eingehalten", betonte Sobotka. Sinn des elektronischen Aktes sei es, alle Informationen orts- und zeitunabhängig zu machen und somit für die Patienten eine Qualitätssteigerung zu bringen sowie Doppeluntersuchungen und lange Wartezeiten zu vermeiden. Die Ärzte erhielten dadurch eine bessere Informationsübersicht und eine lückenlose Nachvollziehbarkeit.