Erstellt am 09. November 2012, 11:16

Erntedankfest und Weintaufe im St. Pöltener Landhaus. Am 8. November fanden im Landhaus in St. Pölten das Erntedankfest der Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen und die Jungweintaufe statt.

Die Personen v. l.: Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn, Landesrat Dr. Stephan Pernkopf, Dompfarrer Kan. Norbert Burmettler, Landesrätin Mag. Barbara Schwarz, Landesrat Mag. Karl Wilfing und Präsident Ing. Hans Penz.  |  NOEN, JÜRGEN MÜCK
„Die Fachschulen machen mit dem traditionsreichsten Fest des Bauernstandes auf die vielfältigen Leistungen der österreichischen Landwirtschaft aufmerksam und weisen auf die große Bedeutung der Bildungsarbeit der Schulen im ländlichen Raum hin“, erklärten Landtag-Präsident Ing. Hans Penz und Landesrat Dr. Stephan Pernkopf.
„Die Jungweine der Landesweingüter sind von einer frischen Fruchtigkeit, einer spürbaren, angenehmen Säurestruktur und überraschen mit einer Aromenvielfalt am Gaumen. Weinliebhabern wird somit die gesamte Weinvielfalt Niederösterreichs auf höchstem Niveau geboten“, betonte Landesrat Mag. Karl Wilfing, der auch Taufpate des neuen Weines war.
Dem Taufwein, einen Grünen Veltliner (Sandgrube DAC) vom Landesweingut Krems, gab Landesrat Wilfing den Namen „52er Ursprung“. Die feierliche Segnung der Erntegaben und des Jungweins nahm Dompfarrer Kan. Norbert Burmettler vor. Die Landwirtschaftsschulen präsentierten in diesem feierlichen Rahmen ihre bäuerlichen Produkte, wie Käse, Speck, Brot, Fruchtsäfte und Most, und luden zu einer Schmankerlverkostung ein.
 
Weinjahrgang 2012: Guter Weinjahrgang, regionale Einbußen bei Erntemenge
Präsident Penz würdigte den Wein als ein Getränk des Genusses und sprach sich für natürliche sowie unverfälschte bäuerliche Produkte aus. „Die Landwirtschaftlichen Fachschulen haben durch ihre fachlich fundierte und praxisnahe Ausbildung wesentlich dazu beigetragen, dass der österreichische Wein weltweit im Spitzenfeld rangiert“, betonte Präsident Penz.
„Entgegen früheren Befürchtungen wird die Weinqualität qualitativ sehr gut sein, regional gibt es durch den mit Spätfrost im Mai jedoch sehr hohe Ertragseinbußen zu verkraften“, so Abteilungsleiter Dr. Friedrich Krenn. Besonders in Niederösterreich gab es schwere Schäden durch Frost und Hagel, was insgesamt für Österreich eine „unterdurchschnittliche“ Weinernte erwarten lässt. Gemäß der Prognose der STATISTIK AUSTRIA wird die Weinernte 2012 voraussichtlich 2,1 Mio. Hektoliter (-26 Prozent zu 2011) betragen, womit der Ernteschnitt der letzten fünf Jahre um 17 Prozent verfehlt werden dürfte. Die massivsten Produktionseinbußen hatte Niederösterreich zu verzeichnen, wo wegen großflächiger Frostschäden lediglich 1,1 Mio. Hektoliter Wein (-38 Prozent zu 2011; -29 Prozent zum 5-Jahres-Schnitt) erwartet werden.
 
Verkauf der Jungweine
Der Verkauf der Jungweine sowie das gesamte Weinsortiment der Landesweingüter erfolgt über den Weinkeller im St. Pöltener Regierungsviertel. Auch die Landwirtschaftlichen Fachschulen Krems, Mistelbach und Hollabrunn vermarkten ihre Weine direkt.

Nähere Infos unter www.noe-landesweingueter.at .