Erstellt am 04. März 2014, 10:00

von Christine Haiderer

Essen im Krankenhaus. Fleisch & Co. sind bei einem Spitalsaufenthalt nicht nur wichtig für die Psyche, sondern manchmal auch Teil der Therapie.

In St. Pölten werden die Speisen vom Fließband in die neuen Essenswägen verfrachtet, die gleichzeitig kühlen und wärmen können. Davon begeistert: Küchenleiterin Helga Delivuk, Martin Knabb, Landesrat Karl Wilfing, Bernhard Kadlec, kaufmännischer Direktor LK St. Pölten, und Helmut Krenn, kaufmännischer Direktor NÖ Landeskliniken-Holding. Foto: NÖN  |  NOEN, NÖN
Von Christine Haiderer

Essen ist nicht nur reine Nahrungsaufnahme. Vor allem nicht in einem Krankenhaus. „Für viele Patienten ist Essen ein Lichtblick, ein Highlight des Tages, ein wichtiger Faktor im Tagesablauf“, so Edith Sommerauer, die leitende Diätologin am Landesklinikum St. Pölten.

Dort übrigens wird seit kurzem in der neuen Großküche gekocht. Am Fließband werden die einzelnen Komponenten, die sich der Patient ausgesucht hat, zusammengestellt, in der Diätküche die Speisen für jene zubereitet, deren Kost auf sie angepasst wird.

Leicht verträgliche Kost nach Operationen

Basis dafür, was es in Krankenhäusern zu essen gibt, sind bestimmte Vorgaben. Sommerauer: „Es gibt eine wissenschaftliche Grundlage, wie Essen im Krankenhaus zusammengesetzt sein soll.“ So spielen etwa milde Würztechniken und die leichte Vollkost usw. eine Rolle.

„Dabei werden nur Lebensmittel verwendet, die für den Großteil der Bevölkerung leicht verträglich sind.“ „Nach einer Operation ist eine leichte Kost wichtig, damit die Verdauungsorgane wieder ihre Funktion aufnehmen können.“

Ernährung leistet großen Beitrag zur Wundheilung

Die richtige Ernährung ist auch bei vielen Krankheiten von großer Bedeutung. So gibt es etwa bei Diabetes bestimmte Ernährungsrichtlinien, damit der Blutzuckerspiegel im Normalbereich bleibt. Oder: „Die Zusammensetzung der Ernährung leistet durch die adäquate Zufuhr von Kalorien und Eiweiß Vitaminen und Mineralstoffen einen wesentlichen Beitrag zur Wundheilung.“

Gerade unter älteren Patienten gibt es auch immer wieder Patienten, die aus anderen Gründen ins Krankenhaus kommen, dort aber Hinweise auf Mangelernährung bemerkt werden. Ausgelöst beispielsweise dadurch, dass bestimmte Medikamente den Appetit reduziert haben.

Ist es für den Patienten notwendig, suchen Diätologen auf ärztliche Anweisung nach Lösungen im Rahmen einer ernährungsmedizinischer Therapie und beraten die Patienten.

Und so wird in Krankenhäusern nicht nur für den Großteil nach den allgemeinen Richtlinien gekocht, sondern auch spezifisch für einzelne Patienten.