Erstellt am 02. Januar 2012, 00:00

Fett statt feucht. WINTERPFLEGE / Wenn überall die Heizungen laufen und die Luft weniger Feuchtigkeit bietet, wird es trocken für die Haut.

VON CHRISTINE HAIDERER

Kratzig, rissig, alles andere als geschmeidig – in der kalten Jahreszeit werden Haut und Hände zu Wüstenlandschaften. Schließlich wird geheizt, und die Umgebungsluft enthält weniger Feuchtigkeit.

Die Folge: „Die Haut trocknet aus und braucht mehr Pflege“, rät Rudolf Moshammer, Oberarzt an der Dermatologie am Landesklinikum St. Pölten. Dabei ist mit mehr Pflege nicht gemeint, noch mehr Feuchtigkeitscreme zu verwenden. Ganz im Gegenteil. Denn: Wenn eine Creme eine Feuchtigkeitscreme ist, besagt das, dass sie viel Feuchtigkeit enthält, nicht aber, dass sie viel Feuchtigkeit spendet.

Das Problem: Eine Creme mit hohem Wasseranteil verdunstet an der Haut. Und der Haut wird sogar Feuchtigkeit entzogen, erläutert der Hautarzt. Statt Feuchtigkeit lautet daher das Zauberwort: Fett. Ganz in diesem Sinne sollte man also zu fetthaltigen Cremen greifen.

Übrigens: Wer sich gar nicht um seine Haut kümmert oder ihr zu viel Feuchtigkeit entzieht, kann ihr Schaden zufügen. Beispiel: „Trockene Haut neigt mehr zu Ekzemen“, so Moshammer. Sollte sich ein solches erstmals zeigen, ist es ratsam einen Hautarzt aufsuchen. Immerhin: „Ein Ekzem ist eine Schädigung der Hautbarriere.“

„Eine trockene Haut braucht Fett!“