Erstellt am 20. Dezember 2010, 07:48

Fisch auf den Tisch. FÜR FISCHFANS / Der Karpfen zu Weihnachten hat Tradition. In Niederösterreich stammen die meisten Karpfen aus dem Waldviertel.

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VON CHRISTINE HAIDERER

Wenn im Herbst abgefischt wird, landen die kleinen Karpfen in Winterteichen, damit sie noch wachsen können. Die Großen (zwei bis 2,5 Kilo) aber kommen ins Hälterbecken. Bis zu dem Tag, an dem sie verkauft werden.

Und das passiert im Waldviertel meist unter der Schutzmarke „Waldviertler Karpfen“, die die Herkunft garantiert. „90 Prozent der im Waldviertel produzierten Fische werden nach den Richtlinien der Schutzmarke produziert“, verrät Herbert Staudigl von der Abteilung Tierhaltung der Landwirtschaftskammer NÖ. Und: „Die Betriebe werden jährlich kontrolliert.“ In Hinsicht auf die Wasserqualität und auf den Gesundheitszustand der Fische.

Gesund sind diese Fische übrigens auch, und fettarm. „Unsere Untersuchungen zeigen, dass der Fettgehalt aufs Filet bezogen bei 4 bis 8 Prozent liegt.“ Möglich sind beim Karpfen im Vergleich dazu bis zu 25 Prozent. Dieser Prozentsatz wird zum Beispiel in wärmeren Gegenden, wenn die Fische mit Mais gefüttert werden (was im Waldviertel nicht der Fall ist), erreicht. Darüber hinaus enthält Karpfen auch Omega-3-Fettsäuren. Wie alle anderen Süßwasserfische zwar nicht so viel wie Meeresfische. Der Karpfen verfügt aber auch über Omega-6-Fettsäuren. Und es kommt auf das Verhältnis zwischen diesen beiden Fettsäure-Arten an. Und: „Das ist beim Waldviertel Karpfen sehr günstig“, weiß Staudigl.

Noch ein Tipp für alle, die den Karpfen einige Tage vorm Kochen kaufen: „Wir empfehlen am besten einfrieren, damit kann man die Qualität voll erhalten.“