Erstellt am 05. Februar 2013, 16:34

Frühstück als Schlüssel für erfolgreichen Start in den Tag. Eine von Karmasin Motivforschung durchgeführte Studie zu den Ernährungsgewohnheiten der Österreicher zeigt: 71 % nehmen sich täglich Zeit für ihr Frühstück.

Statt süßen Cerealien bietet sich ein ungezuckertes Müsli (also Getreideflocken!) an. Mit Rosinen, Zimt oder Apfelmus, mit Naturjoghurt und Banane oder einem Löffel Marmelade oder vielleicht warm als Brei.  |  NOEN

96 % frühstücken zumindest gelegentlich. Während unter der Woche kurz und gerne süß gefrühstückt wird, gönnen sich vor allem Haushalte mit Kindern am Wochenende ausreichend Zeit, um den Tag mit einem ausgiebigen und durchaus auch deftigeren Frühstück zu beginnen. Am Frühstücksverhalten der Österreicher generell hat sich damit im Laufe der Jahre nur wenig geändert: Zu den klassischen Lieblingszutaten gehören hierzulande nach wie vor Kaffee, Butter und Marmelade, sowie Wurst oder Käse und Brot bzw. Gebäck. Aber auch Frühstückscerealien (Flakes oder Frühstücksflocken), vor allem mit Vollkorn, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.

Österreicher frühstücken gerne
Nicht umsonst gilt das Frühstück als eine der wichtigsten Mahlzeiten des Tages. Wer beim Frühstück zu nährstoffreichen Lebensmitteln greift und darauf achtet, dass das Frühstück mehrere unterschiedliche Lebensmittelgruppen abdeckt, sichert sich schon am Morgen einen guten Start in den Tag. Die von Nestlé Cerealien bei Karmasin Motivforschung in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass für 71 % der Österreicher die erste Mahlzeit des Tages besonders wichtig ist.

Was von Montag bis Freitag frühmorgens auf den Tisch kommt, unterscheidet sich erheblich vom Frühstück am Wochenende: Während wochentags meist kurz, unter Zeitdruck und gerne süß gefrühstückt wird, nehmen sich am Wochenende vor allem Familien viel Zeit, um den Tag mit einem gemeinsamen und ausgiebigen Frühstück zu beginnen – vor allem mit den klassischen Zutaten wie Butter, süßem Brotaufstrich, Wurst oder Käse sowie mit Ei, Brot und Gebäck. Das Frühstück ist dabei deutlich umfangreicher als unter der Woche; man frühstückt entspannter und nützt die Zeit zur Unterhaltung.

Zeit spielt große Rolle
Der Faktor Zeit spielt laut Karmasin-Studie beim Thema Frühstücksgewohnheiten eine der wichtigsten Rollen. Unter der Woche bleibt oft nur wenig Zeit für das Frühstück; man fühlt sich wenig entspannt, müde und unter Zeitdruck. Dementsprechend fällt das Frühstück umso kleiner aus, je weniger Zeit dafür bleibt.
„Dennoch ist es nicht ratsam, das Haus mit nüchternem Magen zu verlassen“, weiß Ernährungswissenschaftlerin Mag. Ingrid Ranner von Nestlé Österreich. „Dies gilt vor allem für Kinder. Neben Obst, Gemüse, Milch/Milchprodukten und ausreichend Flüssigkeit sind vor allem Produkte mit Vollkorn ein wertvoller Bestandteil für ein ausgewogenes Frühstück, das einen positiven Start in den Tag ermöglicht.

Cerealien zum Frühstück – am besten mit Vollkorn
Ein ausgewogenes Frühstück setzt sich – wie jede Mahlzeit – aus Bestandteilen mehrerer Lebensmittelgruppen zusammen. Im Idealfall, so die Ernährungsexpertin, besteht die erste Mahlzeit des Tages aus einem Getreideprodukt, Obst oder Gemüse, fettarmer Milch oder einem fettarmen Milchprodukt und einem Getränk (z.B. ungesüßter Tee oder Wasser).

Getreideprodukte sollten möglichst oft Vollkorngetreide enthalten. Vollkorn liefert wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und Kohlenhydrate. Dies ist mit ein wesentlicher Grund dafür, dass 43% der Österreicherinnen und Österreicher, die zum Frühstück gerne Cerealien (also: Flakes oder Frühstücksflocken) zu sich nehmen, dabei Cerealien mit Vollkorn bevorzugen. Die Karmasin-Studie zeigt weiter auf, dass 86 % der häufigen Cerealien-Konsumenten ihre bevorzugte Frühstückszutat sowohl wochentags, als auch am Wochenende zu sich nehmen. Wichtiger Grund dafür: die unkomplizierte und rasche Zubereitung von Frühstückscerealien. Darüber hinaus schmecken Cerealien gut.

Vor allem für Mütter ist es oft eine Herausforderung, auf die ausgewogene Ernährung ihrer Kinder zu achten. Während für die Kleinen der Geschmack ausschlaggebend ist und süße bzw. knusprige Produkte am meisten gefragt sind, achten Mütter besonders auf Qualität und hochwertige nährstoffreiche Produkte. Frühstückscerealien erfreuen sich laut Karmasin-Studie vor allem bei Kindern großer Beliebtheit – unabhängig von Tag und Uhrzeit. Außerdem gilt: Wer gemeinsam isst, isst auch oft das Gleiche. Es werden daher in 51 % der Haushalte Cerealien auch von anderen Personen konsumiert; 58 % davon sind Kinder.

Ernährungsverhalten und gesundheitliche Folgen
Übergewicht und die daraus entstehenden gesundheitlichen Probleme werden in Österreich zu einer immer größeren Herausforderung. 24 % der Schulkinder (7 – 14 Jahre) sind zu dick, 7,3 % davon sogar stark übergewichtig (adipös). Damit steigt auch das Risiko späterer gesundheitlicher Folgen an. Zu diesem Ergebnis kommt der vom Gesundheitsministerium in Auftrag gegebene Ernährungsbericht 2012. Als Ursache für diese besorgniserregende Entwicklung werden in erster Linie mangelnde Bewegung, aber auch ein falsches Ernährungsverhalten diskutiert. „Ein ausgewogenes Frühstück ist der erste Schritt zur richtigen Ernährung! Es ermöglicht einen guten Start in den Tag und liefert wichtige Nährstoffe“, stellt Ernährungswissenschaftlerin Ingrid Ranner fest.
 

Quellen:
Studie von Karmasin Motivforschung in Auftrag gegeben von C.P.A. (Cereal Partners Austria), 2011Stichprobengröße & Studiendesign: Repräsentative Onlinebefragung bei 800 Personen ab 14 Jahren mit zusätzlich 1000 Interviews im Rahmen einer Mehrthemenbefragung sowie 6 Gruppendiskussionen.

Elmadfa I et al. Österreichischer Ernährungsbericht 2012. 1. Auflage, Wien, 2012