Erstellt am 19. September 2011, 00:00

Für Kinderzähne. VORSORGE / Das Projekt „Apollonia 2020“ feiert seinen zehnten Geburtstag. Jedes Jahr werden in NÖ 115.000 Kinder betreut.

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VON CHRISTINE HAIDERER

Wie sehen Zähne aus? Welche Speise ist zahnfreundlich? Wie putzt man richtig? All das erfahren Kinder im Zuge von „Apollonia 2020“.

Ziel des Projektes bis zum Jahr 2020: „Kariesfreiheit bei mindestens 80 Prozent der Sechsjährigen“, erklärt Michaela Höbarth-Haydn, Obfrau des Arbeitskreises für zahnärztliche Vorsorgemedizin (AKS ZAVOMED).

Damit das klappt, besuchen über 30 Zahngesundheitserzieherinnen Niederösterreichs Kindergärten und Volksschulen. Zudem gibt es rund 440 Patenzahnärzte, die sich die Zähne der Kinder ansehen und ihnen die Arbeit eines Zahnarztes näher bringen. „Wir wollen die Zahngesundheit im Bewusstsein der Kinder verankern und einen positiven Zugang zum Thema schaffen“, erläutert Edith Bulant-Wodak, Leiterin von Gesundes NÖ.

Zahnerziehung  von Geburt an

Die Maßnahmen wirken: 2005 lag der Karies-Anteil laut Ronald Palman vom AKS-ZAVOMED bei rund 44 Prozent, im letzten Schuljahr nur mehr bei 39 Prozent. Um noch kariesfreier zu werden, ist es wichtig, schon vor dem Kindergarten anzusetzen. Immerhin: „20 Prozent der Kinder haben schon mindestens einen kariösen Zahn, bevor sie in den Kindergarten kommen“, so Höbarth. Daher kommen die Zahnexperten seit 2008 auch zu Mütter/Eltern-Beratungsstellen.

Wenig Süßes naschen und nicht zwischendurch! „Der Hauptrisikofaktor für Karies ist falsche Ernährung“, meint Palman. Vor allem Süßes soll man meiden. Bakterien im Mund wandeln Zucker in Säure, um und die erweicht den Zahnschmelz, der sich auflöst. Es drohen Schäden an von Zahnbürsten schwer erreichbaren Stellen.

Nach dem Essen Zähne putzen! Dann haben die Bakterien keine Chance, den Zucker umzuwandeln. Ausnahme: Nach sauren Lebensmitteln (Orange …) sollte man nur ausspülen oder, wenn möglich, eine halbe Stunde warten, bevor man putzt.

„Von Rot nach Weiß!“ Dabei bewegt man die Bürste von oben nach unten (Oberkiefer) und von unten nach oben (Unterkiefer).

Bis 18 sollten Kinder und Jugendliche zweimal im Jahr zur Kontrolle gehen.

www.apollonia2020.at