Erstellt am 19. Februar 2014, 10:00

von Christine Haiderer

Für mehr Schutz. Impfen /  In NÖ setzt man auf Impfungen, um beispielsweise Masern oder auch durch HPV ausgelöste Krankheiten zurückzudrängen.

Landesrat Maurice Androsch und NÖ Landessanitätsdirektorin Irmgard Lechner plädieren für mehr Impfbewusstsein. Auch um die zu schützen, die nicht geimpft werden können, wie etwa Säuglinge. Foto: NÖN  |  NOEN, NÖN
Von Christine Haiderer

In Südamerika sind die Masern ausgerottet. Weil die Bevölkerung zu 95 Prozent geimpft ist. Und in Österreich? „Die Durchimpfungsrate ist in den letzten Jahren weiter gesunken“, bedauert Landesrat Maurice Androsch.

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Damit können sich wieder mehr Menschen anstecken. Wie auch der aktuelle Ausbruch in Wien und NÖ zeigt. Dabei treffen laut NÖ Landessanitätsdirektorin Irmgard Lechner „die Masern auf eine größtenteils ungeschützte Bevölkerung“.

Masern: Schwerwiegende Folgen bis zu Gehirnentzündung

Das Problem: Masern können schwerwiegende Folgen haben. Gerade für die Jüngsten. „Je jünger das Kind, desto häufiger kommt es zu Komplikationen.“ Und die reichen von Bronchitis bis zu Gehirnentzündung.

Sehr selten kann es auch zu einer subakuten, sklerosierenden Panenzephalitis kommen, einer Erkrankung, „die Monate bis Jahre nach den Masern auftritt und immer tödlich endet“. Nicht zuletzt deswegen entgegnet Lechner Impfkritikern: „Das Risiko einer Impfkomplikation steht in keinem Vergleich zu den Spätfolgen.“ Tipp: „Masern ist für alle bis 45 auf den Gesundheitsämtern kostenlos.“

„Wir werden ab Herbst die Impfung in Schulen anbieten“

Dort gibt es auch andere Impfungen. Wie die HPV-Impfung gegen humane Papilloma-Viren, von denen manche Typen Genitalwarzen, andere aber auch Gebärmutterhalskrebs-Karzinome auslösen können.

Die Impfung ist wie bisher in den Gesundheitsämtern für 12- bis 15-Jährige um 50 Euro pro Teilimpfung, in den NÖ Landeskliniken für Frauen bis 26 um 90 Euro erhältlich. Neu aber ist, dass sie ins Kinderimpfprogramm aufgenommen wurde.

Dadurch gibt es sie ab sofort an den Gesundheitsämtern für Buben und Mädchen von neun bis zwölf kostenlos. Und: „Wir werden ab Herbst die Impfung in Schulen anbieten“, so Androsch. In der vierten Schulstufe. Beide für dieses Alter nötige Teilimpfungen innerhalb eines Schuljahres.

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