Erstellt am 28. November 2011, 08:17

Gefüllt mit guter Laune. GESCHENK / Anfang Dezember versüßt das Nikolo-Sackerl den Beginn der Adventzeit mit Nüssen, Äpfeln, Mandarinen, Datteln, Feigen und Schoko.

VON CHRISTINE HAIDERER

Es ist rot, im Idealfall auch noch groß, und es steckt voller Genüsse: das Nikolo-Sackerl. Sein Inhalt beschert aber nicht nur Genuss-Momente. Die einzelnen Bestandteile bringen auch gute Laune, Vitamine und Energie.
Eine Portion Glück. Egal ob Schoko-Nikolo oder Schoko-Krampus – was in keinem Nikolo-Sackerl fehlen darf, ist die Schokolade. Fürs Glücklichsein. „Ob das Capsaicin in Chilischoten oder das Gingerol im Ingwer, Tryptophan in den Hülsenfrüchten oder das Theobromin und Koffein in Schokolade und Kaffee – sie gelten als Gute-Laune-Macher“, verrät die Umweltberatung. Tipp: „Am schnellsten steigt der Serotoninspiegel (verantwortlich für Glücksgefühle) bei einer Mischung aus Kohlenhydraten, Zucker und hohem Fettgehalt an.“ Diese Kombination sollte man allerdings nur hin und wieder vernaschen.

Eine Portion Energie. Datteln, gedörrte Zwetschken, Feigen – ebenfalls typisch fürs Nikolo-Sackerl sind getrocknete Leckereien, die sich laut Forum Ernährung heute auch zum Süßen von Desserts gut eignen. „Trockenfrüchte sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Kohlenhydraten.
Außerdem stellen sie durch ihren hohen Zuckergehalt schnelle Energiespender dar“, so Forum Ernährung heute. Übrigens: „Um Schädlingsbefall vorzubeugen, werden vor allem helle Trockenfrüchte wie Äpfel oder Marillen mit Schwefeldioxid behandelt, was auch auf der Zutatenliste der Packung vermerkt sein muss. Daher sollte man diese vor dem Konsum gut waschen.“

Eine Portion Vitamin C. Zur Stärkung des Immunsystems sind Mandarinen, Äpfel & Co. im Sackerl verborgen. Ebenfalls vitamin-C-reich sind übrigens auch Kraut und Kohl.
Eine Portion Freude. Wer sich nicht sicher ist, was der Beschenkte gerne nascht, oder vielleicht auch gar nichts Süßes verschenken mag, der kann entweder mehr Obst oder auch die eine oder andere Überraschung mit hineinstecken: ein Gutschein für Kaffee & Kuchen etwa, wärmende Handschuhe … oder sogar ein Schmuckstück?

6. DEZEMBER: FESTTAG DES HEILIGEN NIKOLAUS
Nikolaus, Bischof von Myra in Kleinasien, lebte um 320 und ist einer der populärsten katholischen Heiligen. Über sein Leben gibt es nur wenige belegte Tatsachen, aber viele wunderbare Legenden.
So soll er drei Mädchen vor der Prostitution gerettet haben, indem er deren Vater drei Goldklumpen durchs Fenster warf (deshalb wird er oft mit drei Goldkugeln dargestellt). Aber Nikolaus kann noch viel mehr. Er rettet aus See- und Hungersnot, schenkt Kindersegen, bekehrt Juden, entlarvt Teufelinnen, erweckt Tote.
Der Brauch, am Nikolaus-Tag zu schenken, geht auf die Legende um die drei Mädchen zurück.
Ursprünglich gab’s an dem Tag auch die Weihnachtsbescherung. Erst wegen der Haltung der Reformatoren gegen Heiligenverehrung wurde sie in vielen Ländern auf den Weihnachtstag verlegt, und Nikolaus vom Christkind abgelöst.
Im 19. Jahrhundert hat die USA den Weihnachtsmann Santa Claus entwickelt. Dank des dicken Burschen aus der Cola-Werbung ist er heute die weltweit dominierende Rezeption des heiligen Nikolaus.