Erstellt am 02. Januar 2012, 00:00

Gegen die Winterkälte. WÄRMENDE GEWÜRZE / Mit Ingwer, Zimt, Chili & Co. bekommt der Körper im Winter Wärme von innen. Und das am besten in Suppen und Tees, denn die transportieren Hitze optimal.

VON CHRISTIAN BAYR

Gewürze geben unseren Speisen nicht nur den Geschmack, sie können in Wirklichkeit noch viel mehr: Gezielt verwendet, kühlen sie unseren Körper im Sommer und wärmen ihn im Winter. Ingwer, Zimt, Chili & Co. sorgen gerade in der kalten Jahreszeit für wohlige Wärme von innen.

Schon immer wurden Kräuter und Gewürze eingesetzt, um das körperliche Wohlbefinden zu stärken. Die chinesische Ernährungslehre unterteilt die Lebensmittel sogar nach Wärmegraden.

Vor allem scharfe Gewürze wie Chili, Ingwer oder Curry sorgen nicht nur für ein angenehmes Wärmegefühl, sondern wirken auch antiseptisch und töten Keime und Bakterien im Essen weitgehend ab.

„Suppen und Tees bilden eine ideale Grundlage, um entsprechende Gewürze optimal in den Körper einzubringen. Anis, Fenchel, Ingwer, Pfeffer, Kardamom, Galgant oder Zimt sorgen für eine Stimulation der Magenschleimhaut und regen den Körper zur Wärmeproduktion an. Chili hat dabei sogar einen doppelten Effekt: Einerseits produziert er Hitze, anderseits aber auch Schweiß, der wiederum die Haut kühlt und daher auch im Sommer sehr gut eingesetzt werden kann“, so Angelika Unterrainer vom Gewürz- und Teeproduzenten „Sonnentor“.

Die traditionelle Chinesische Medizin geht sogar so weit, dass sie ihre Ernährung nicht nur der Tages- oder Jahreszeit anpasst, sondern sogar die unterschiedlichen Lebens- und Altersphasen eines Menschen berücksichtigt: Dazu gehört auch das traditionelle Zusammenspiel von Ying und Yang. Ying steht dabei in der Ernährung für Kälte und Flüssigkeit, Yang für Wärme und Trockenheit. Dementsprechend wirkt Kochen in viel Wasser als Ying, Braten oder Grillen aber als Yang. Zu den „wärmenden“ Lebensmitteln zählen laut der chinesischen Lehre unter anderem Trockenobst, Milchreis, Nüsse, Hafer, Zwiebel, Lauch, Knoblauch, Fleisch und Fisch.

Und warum frieren wir im Winter überhaupt?

Bei Kälte ziehen sich die Adern in Füßen und Händen zusammen. Instinktiv versucht der Körper, die Hitze in die lebenswichtigen Organe wie Herz und Hirn zu pumpen, wodurch weniger warmes Blut durch die Extremitäten fließt – und wir beginnen zu frieren.