Erstellt am 28. Februar 2011, 07:48

Geimpfte Mütter. VORSORGE / Wer beabsichtigt, ein Kind zu bekommen, sollte sich schon vor der Schwangerschaft übers Impfen in der Schwangerschaft informieren.

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„Impfen nützt und Impfen schützt“, betont Karl Zwiauer, der Initiator des NÖ Impftages, einer Fortbildungsveranstaltung für Ärzte und Apotheker. Auch Herbert Kiss vom AKH meint: „Impfungen gehören zu den wirksamsten Maßnahmen in der Medizin.“

Oft aber vergessen Erwachsene, dass sie Impfungen, die sie als Kinder erhalten haben, wieder auffrischen müssen. Ohne Impfung kann man sich mit der jeweiligen Krankheit anstecken. Und das kann teilweise – gerade für Schwangere – schwere Folgen haben. Eine Rötelnembryopathie beispielsweise ist zwar selten, wenn sie aber auftritt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind schwerste Schädigungen davonträgt, äußerst hoch. Feuchtblattern wiederum können zu schweren Hautschädigungen führen oder Sehstörungen verursachen.

Daher sollten Frauen – wenn sie eine Schwangerschaft planen – zuvor überlegen, welche Krankheiten, die man in der Regel nur einmal im Leben kriegt (Feuchtblattern …), sie bereits gehabt haben. Sie sollte eventuell überprüfen lassen, ob noch genug Antikörper (etwa gegen Röteln) im Körper sind oder eine Auffrischung nötig ist. Und sie sollten sich darüber informieren, welche Impfungen wann möglich sind. Nicht impfen sollte man während der Schwangerschaft Lebendimpfstoffe (mit abgeschwächten, vermehrungsfähigen Erregern). Daher: Masern-Mumps-Röteln vor der Schwangerschaft!

Anders sieht es bei Impfungen mit Totimpfstoffen aus. Dazu zählen etwa Diphterie, Hepatitis A+B oder FSME. Sie darf man auch während der Schwangerschaft impfen. Genauso wie Influenza (die echte Grippe). Apropos: „Influenza wird dezidiert auch international empfohlen, auch in der Schwangerschaft“, so Kiss. Schwangere, die nicht geimpft sind und erkranken, können eine Lungenentzündung bekommen …

Übrigens: Die Antikörper der Mutter schützen auch das Kind. Je nachdem, wie gut die Antikörper sind, gibt es auch noch am Anfang der Stillzeit einen gewissen Schutz durch die Mutter. Dieser hält aber nur begrenzt.

Wer sich vor der Schwangerschaft ums Impfen kümmert, braucht später nicht mehr darüber nachdenken.WALDHÄUSL