Erstellt am 28. März 2011, 07:49

 Geistig fit durch.  HERZ, HIRN & MUSKELN / Aktivität ist gesund, vor allem für Ältere. Die

Bewegung, wie sie auch bei LeBe, dem Bewegungsprojekt von Sport.Land.NÖ, im Mittelpunkt steht, ist gesund. So wie letztes Jahr (im Bild: der Kneippbund-Kurs von Roswitha Moser in Krems) werden auch heuer zahlreiche Kurse verteilt auf ganz NÖ angeboten.NÖN  |  NOEN
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VON CHRISTINE HAIDERER

Es gibt viele Wege, sein Gehirn zu aktivieren: Sprachen lernen, reisen, Kreuzworträtsel lösen – oder: Man bewegt sich. „Nichts fordert und fördert das Hirnwachstum so wie simple Bewegung“, erklärt Werner Schwarz, Sportwissenschafter.

Grund dafür: Wenn sich der Mensch bewegt, wird das Gehirn zum Schauplatz von vielen, internen Steuerleistungen und von Kommunikation, es vernetzt sich. Immerhin muss viel von der Umwelt wahrgenommen, die Muskeln aktiviert werden …

Im Rahmen einer australischen Studie mussten sportlich inaktive Senioren aufgeteilt auf die Woche 15 Kilometer spazieren gehen. Das Ergebnis: „Nach sechs Wochen hat man mehr Hirnvolumen und eine höhere Gedächtnisleistung“, so Schwarz. „Bewegung scheint den Unbewegten besonders zu helfen.“

Eine gute Nachricht auch für all jene,  die  überlegen,  heuer  bei

LeBe, einem Projekt von Sport.Land.NÖ für inaktive ab 55 mitzumachen. Das startet übrigens Anfang April (siehe Infobox).

Auch Muskeln und Herz gewinnen

Doch nicht nur das Gehirn, auch die Muskeln profitieren: „Der Abbau ist nicht so schnell und die Muskulatur bleibt leistungsfähig.“ Muskeln gibt es übrigens vom Kopf bis zu den Füßen. „Besonders wichtig ist aber die Muskulatur im Bereich des Rückens – für den aufrechten Gang und um trotz schwächer werdender Knochen, den Körper zu tragen.“

Und dann hat Bewegung natürlich auch noch positive Auswirkungen auf das Herz. Es bleibt kräftig und leistungsfähig. Und das sollte es ja auch. Schließlich muss auch das bis ins hohe Alter pumpen. Dabei gilt: „Ausdauernde Bewegung ist Krafttraining für den Herzmuskel.“ Also: Nordic Walking, Schwimmen, Radfahren…!

Fazit: „Wir haben eine Medizin gefunden, die für Herz, Muskel und Hirn gut ist: Bewegung“, freut sich Schwarz. „Und wir sehen derzeit keine negativen Nebenwirkungen – wenn es vernünftig und dosiert angewendet wird. Auch nicht bis ins hohe Alter.“

Wie hoch die persönliche, ideale Dosis ist, das sollte man mit seinem Arzt besprechen. Insbesondere dann, wenn Einschränkungen, Erkrankungen, Operationen … vorliegen. Und auch welche Sportart die beste ist, sollte man besprechen. Nach einer Hüft-Operation sind es vielleicht Aquajogging oder ein Crosstrainer. Und nach einiger Zeit Training, wenn man wieder belastbar und leistungsfähig ist, sind vielleicht auch wieder andere Bewegungsformen möglich.