Erstellt am 29. November 2010, 07:54

Glühwein & Co.. AM ADVENTMARKT / Draußen in der eisigen Kälte schmeckt Punsch ein wenig anders als drinnen im Warmen.

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VON CHRISTINE HAIDERER

Eingepackt in dicke Kleidung, umringt von Freunden und in der Hand ein heißes Häferl – wenn es draußen kalt ist, locken die Glühwein- und Punschstandln.
Doch wie erkennt man einen Guten, wenn man sich am Weihnachtsmarkt durchkostet? Dabei sollte man sich ruhig auf den eigenen Geschmack verlassen, meint Franz Paschinger vom Urbanihof in Fels am Wagram, und „dort stehen bleiben, wo es schmeckt“. Außerdem: „Von einem guten Glühwein sollte man kein Kopfweh kriegen.“ Darüber hinaus gilt: „Guter Glühwein wird aus österreichischem Grundwein gemacht.“ Zum Beispiel Blauer Portugieser. Dann wird er mit Traubensaft gesüßt, zum Teil auch mit Zucker. Und Zimtrinde und Gewürznelken kommen hinzu.
Guter Punsch wiederum zeichnet sich dadurch aus, dass er richtige Fruchtsäfte oder Fruchtpürees beinhaltet. Ein Orangenpunsch also zum Beispiel Orangensaft. Basis für den Punsch kann Rum sein oder auch Wein und Rum.

Von Eierlikör bis Himbeer-Brombeer
Was den Rest betrifft, sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. „Seit 20 Jahren beschäftigen wir uns mit Winterheißgetränken“, erzählt Paschinger. Dabei sind annähernd 400 Rezepturen entstanden, viele davon mit Bernd Querfeld vom Café Landtmann. Von Amaretto-Kirsch über Pfirsich bis hin zu Mandarinenpunsch und Zwetschkenrösterpunsch.
Wie Punsch schmeckt, hängt aber nicht nur vom fruchtigen Part ab, sondern auch, ob es rundherum warm ist. „Es ist ein anderes Geschmacksempfinden, wenn man indoor trinkt, als wenn man dabei draußen fröstelnd herumsteht“, erklärt Paschinger. Denn: In der Wärme „empfindet man die Süße wesentlich intensiver.“ Aus diesem Grund wird die Langzeit-Wetterprognose genau beobachtet. Bleibt es kalt, bleibt alles gleich. Soll es aber warm werden, „dann ändern wir die Rezeptur für diese Woche“, verrät Paschinger. Auf weniger Zucker.