Erstellt am 10. Oktober 2011, 08:10

Grundnahrungsmittel: „Aktionen verbieten“. WELTERNÄHRUNGSTAG / Landwirtschaftskammer-Vizepräsident will ein gesetzliches Verbot.

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Zwei Fehlentwicklungen können langfristig die Eigenversorgung mit Lebensmitteln gefährden, sagt Josef Pleil, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer NÖ: International die Liberalisierung durch die Welthandelsorganisation WTO, national die vielen Aktionen bei Grundnahrungsmitteln im Handel.
Diese „Aktionitis“ müssten die Produzenten finanzieren, sie führe zu keinem Mehrverbrauch, sondern nur zur gegenseitigen Verdrängung. Pleil will ein gesetzliches Verbot dieser Aktionen.

Anlass für diese Forderungen war der bevorstehende Welternährungstag (16. Oktober), dem der Welttag der Landfrauen (15. Oktober) vorangeht. Die NÖ-Bäuerinnen wollen rund um diese Gedenktage mit Aktionen unter dem Thema „Lebensmittel sind kostbar“ aufrütteln und zum nachhaltigen Umgang mit ihnen anregen – in Österreich landen jährlich 96.000 Tonnen genießbare Lebensmittel und Speisereste im Müll.

Landesbäuerin Maria Winter: „Viele Personen lassen sich von den Aktionsangeboten der Supermärkte überrumpeln, die zu viel gekauften Mengen werden dann erst wieder entsorgt.“ Auch würden viele den Unterschied zwischen Mindesthaltbarkeits- und Verbrauchsdatum nicht kennen. Winter: „Wir Bäuerinnen wollen auf diesen ökonomischen und ökologischen Unsinn aufmerksam machen.“