Erstellt am 27. Februar 2012, 07:39

Hasel und Erle im Doppelangriff. POLLENALLERGIE / Wenn es draußen wieder warm genug ist, kommt wieder die Zeit von roten Augen und rinnenden Nasen.

Niesender Junge vor bluehenden Straeuchern [ (c) www.BilderBox.com, Erwin Wodicka; A-4062 Breitbrunn, Tel: +43 676 5103 678; Verwendung nur gegen HONORAR, BELEG, URHEBERVERMERK und den AGBs auf www.bilderbox.com gestattet. Bank DEU: Sparkasse Passau, KTO. 240 812 081, BLZ 740 50000. + & * and ] Strauch, Menschen, Kinder, Jungens, Familienförderungen, Familienfoerdeungen, Karenzgelder, Kindergelder, Kinderbeihilfen, Buben, Kindliches, kindlicher, Kindisches, Sprösslinge, Knaben, Bengel, Burschen, Nachkommen, Nachwuchs, Kindchen, Kindlein, Bambinos, Karenzgeld, Kindergeld, Junge, Jungen, Knabe, Allergie Allergisch Allergischen Reaktionen Pollen Pollenflug Pollenallergie Heuschnupfen Schnupfen Krankheit Krank Krankheiten Allergiker Pollinose Schneuzen Taschentuch Niesen Niest Gesundheit Gesundheitswesen Blühenden Bluehenden Pflanzen Natur Nase putzen Umwelt Umwelteinfluss allergies allergy allerge allergene allergic flug verschnupft psyche psychischen Umweltbelastungen Abwehrkräfte Immunsystem  |  NOEN, BilderBox.com / Erwin Wodicka (www.bilderbox.com)
VON CHRISTINE HAIDERER

Endlich die ersten frühlingshaften Temperaturen. Eigentlich ein Grund zur Freude – das gilt aber nicht für alle. Denn warme Temperaturen bedeuten auch die ersten blühenden Pflanzen und damit die ersten Belastungen für Allergiker.
Die Ersten sind Hasel und Erle. „Die Hasel kann schon Anfang Jänner unterwegs sein“, erläutert Berger, Leiter des Pollenwarndienstes (www.pollenwarndienst.at). Manchmal sogar schon im Dezember und die Erle Mitte Jänner. Heuer aber ist das anders. Denn der eisige Schlechtwettereinbruch hat laut Berger sowohl Hasel als auch Erle in der Blühbereitschaft erwischt. Und so sind beide in die gleiche Startposition gekommen. Wenn es jetzt also warm bleibt, könnten beide gleichzeitig für Beschwerden sorgen. Anfangs vor allem in Beckenlagen, wie March- und Donauland, Wienerwald und NÖ Süd. Auch an sonnigen, geschützten Hängen sind lokal Belastungen möglich. Die Hasel schüttet ab etwa 5 Grad Pollen aus, die Erle ab etwa 8 Grad. Je nach Wetterlage kann die Hasel bis Ende März oder Mitte April aktuell sein, die Erle noch zwei Wochen danach. Wenn es kühl bleibt, dauert es länger. Wenn es warm ist, werden die Pollen schneller rausgeschossen und sorgen so für eine kürzere, aber dafür intensivere Belastung.

Wiederholte Symptome sind ein Hinweis
Apropos Belastung: „Typische Symptome, die auf eine Allergie hindeuten, sind eine Rötung der Augen mit Jucken und Tränen“, erläutert Peter Schenk, Abteilungsleiter Pulmologie am Landesklinikum Hochegg. Meist kombiniert mit dem Gefühl, dass die Nase rinnt. Und auch Atemnot mit hörbarem Giemen und Pfeifen kann ein Zeichen für eine Allergie sein. Vorsicht: Atemnot kann aber auch andere Ursachen haben. Ein Hinweis darauf, dass es sich bei derartigen Symptomen um die Folgen einer Allergie handelt, ist es, wenn sie sich wiederholt zeigen. Zum Beispiel jedes Jahr, wenn die Hasel oder die Birke blüht.

Wer sichergehen will: „Der Arzt kann eine Allergietestung durchführen“, so Schenk. Dabei werden ein Hauttest und ein Bluttest durchgeführt. Ist es eine Allergie, kann man – nach der Allergiesaison – eine Immuntherapie machen lassen. „Dabei werden kleine Dosen vom Allergen gespritzt. So lang, bis sich das Immunsystem daran gewöhnt hat.“ Beziehungsweise gibt es bei Gräserallergie auch schon Tabletten. Was Asthmatiker betrifft: Diese sollten gut geschult sein und immer einen Spray mit haben.