Erstellt am 27. September 2010, 07:35

Heimische Tafeltrauben. ERSTE ERNTE / 13 Weinviertler Winzer beliefern ab sofort zahlreiche Spar-Märkte in Wien und Niederösterreich. Weitere Produzenten werden gesucht.

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Die ersten „Weinviertler Tafeltrauben“ sind geerntet: Unter dieser innovativen und neuen Marke ergänzen ab sofort frische, heimische Speisetrauben das Obstregal. Das in Österreich einzigartige Gemeinschaftsprojekt der Landwirtschaftskammer NÖ, dem Lehr- und Forschungszen-trum (LFZ) für Wein- und Obstbau Klosterneuburg, der Firma Frutura und Spar steht für hohe Produktqualität, für Regionalität und für Klimaschutz.

Landesrat Stephan Pernkopf: „Mit den ,Weinviertler Tafeltrauben‘ wurde ein Projekt gestartet, das durch die Zusammenarbeit mit kompetenten Partnern die Vision von ,So schmeckt Niederösterreich‘ widerspiegelt. Regionaler Genuss schafft damit den Sprung vom Geheimtipp ins Regal des Lebensmittelhandels.“

Weitere Produzenten gesucht: Pleil lädt zum Mitmachen ein
Weinbau-Präsident Josef Pleil unterstreicht die Möglichkeiten für die Tafeltraubenproduktion. Nicht nur als zweites Standbein für Weinbauern, sondern speziell für Obstbauern ergeben sich interessante Erwerbsmöglichkeiten: „Österreichische Bauern könnten zumindest im Herbst zwei Monate lang heimische Tafeltrauben an den Lebensmittelhandel liefern. Geeignete Anbauflächen gäbe es in ausreichendem Maß. Interessierte Landwirte werden eingeladen, bei dieser viel versprechenden Gemeinschaftsinitiative mitzutun.“
Derzeit sind 13 Winzer an dem Projekt beteiligt, und es wurden bisher insgesamt 11,5 Hektar ausgepflanzt. Mit der Ernte 2010 werden die ersten Früchte in ausgewählten Filialen in NÖ und Wien erstmalig angeboten. Eine flächendeckende Versorgung mit den „Weinviertler Tafeltrauben“ wird angestrebt.

Für Spar-Geschäftsführer Alois Huber sind die „Weinviertler Tafeltrauben“ die niederösterreichische Antwort und somit regionale Alternative in Top-Produktqualität zu herkömmlichen Tafeltrauben: „Lebens- und Genussmittel aus der Region haben bei uns Tradition. Lange bevor der Begriff der Regionalität modern wurde, waren wir schon Partner der heimischen Landwirtschaft. Aufgrund der nunmehr erfolgreichen Kooperation mit dem LFZ Klosterneuburg, der Landwirtschaftskammer und engagierten Landwirten ist uns eine neue regionale Produktinnovation gelungen!“


TAFELTRAUBEN AUS DEM WEINVIERTEL

• „Weinviertler Tafeltrauben“ schonen die Umwelt: Neben dem Frische- und Qualitätsbonus der heimischen Trauben trägt ihr Einkauf wesentlich zur Verringerung von CO2-Emissionen durch kurze Transportwege bei. Ferdinand Regner vom LFZ für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg unterstreicht: „Zurzeit werden jährlich ca. 40.000 Tonnen Tafeltrauben importiert. Mit Weinviertler
Tafeltrauben wird der CO2-Ausstoß gesenkt. Im Extremfall wird beispielsweise 840 Mal weniger CO2 verbraucht, als wenn die Trauben aus Südamerika bezogen werden. Bei keiner anderen Traube aus dem Supermarkt kann der CO2-Fingerprint so klein gehalten werden wie bei den heimischen Tafeltrauben.“
• Sicherheit durch das AMA Gütesiegel. Die Produktion der „Weinviertler Tafeltraube“ erfolgt nach den strengen Richtlinien des
AMA Gütesiegels. Auch die Auswahl der Traubensorten wurde im Vorfeld genau geprüft. Traubengröße, Beerengröße und Farbe, Bissfestigkeit, Geschmack, Aromatik
und die Haltbarkeit bzw. die Eignung für den Lebensmitteleinzelhandel waren ausschlaggebend. Letztendlich erfüllten nur wenige Sorten die vielfältigen Anforderungen. Diese weisen eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegenüber
Pilzkrankheiten auf.