Erstellt am 03. Juni 2014, 10:27

Herz-Kreislauf-Erkrankungen häufigste Todesursache. Herz-Kreislauf-Erkrankungen waren in Österreich auch im Jahr 2013 die bei weitem häufigste Todesursache.

42,9 Prozent aller Todesfälle waren darauf zurückzuführen. An zweiter Stelle folgten Krebsleiden, die für gut ein Viertel aller Fälle (25,3 Prozent) verantwortlich waren. Insgesamt starben laut Statistik Austria im Vorjahr 79.526 Personen, davon 52 Prozent Frauen und 48 Prozent Männer. Beinahe 90 Prozent der Verstorbenen waren über 60 Jahre alt. Berücksichtigt man die wachsende Bevölkerung und ihre kontinuierliche Alterung, so sank die Sterblichkeit in den vergangenen zehn Jahren altersstandardisiert um 19 Prozent.

34.101 Menschen starben an Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie beispielsweise Herzinfarkt oder Schlaganfall. Aufgrund ihres höheren Anteils an der älteren Bevölkerung starben mehr Frauen als Männer: 58,2 Prozent aller Todesfälle aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen betrafen Frauen. Bereinigt um diesen Alterseffekt (altersstandardisierte Sterberaten) war die Sterblichkeit der Männer bei dieser Todesursache allerdings höher (171,4 Männer gegenüber 110,5 Frauen je 100.000 der Bevölkerung).

Krebsleiden waren mit 20.094 Sterbefällen die zweithäufigste Todesursache. 84,9 Prozent der an Krebs Verstorbenen waren 60 Jahre oder älter. Tödliche Tumore traten bei Männern am häufigsten an der Lunge bzw. den Bronchien, der Prostata und dem Dickdarm auf. Bösartige Neubildungen des blutbildenden- bzw. lymphatischen Gewebes sowie Pankreaskarzinome kamen ebenfalls häufig vor. Frauen waren hauptsächlich von Brust-, Lungen- und Dickdarmkrebs betroffen, gefolgt von Krebs der Bauchspeicheldrüse und des blutbildenden- bzw. lymphatischen Gewebes.

In den vergangenen zehn Jahren hat die altersstandardisierte Krebssterblichkeit um 13,6 Prozent abgenommen. Bei beiden Geschlechtern konnte in dieser Zeit vor allem ein Rückgang der Sterblichkeit an Dickdarm- und Magenkarzinomen verzeichnet werden. Stark angestiegen um 15,4 Prozent ist bei den Frauen die Lungenkrebssterblichkeit, was sich auf die gestiegene Anzahl von Raucherinnen zurückführen lässt, so die Statistik. Dennoch ist die Sterblichkeit an Lungenkrebs bei Männern nach wie vor 2,3-mal so hoch wie bei Frauen.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs zusammen waren im Jahr 2013 für rund sieben von zehn Sterbefällen verantwortlich. Die übrigen Sterbefälle verteilten sich auf Krankheiten der Atmungsorgane (fünf Prozent), der Verdauungsorgane (3,8 Prozent), auf sonstige Krankheiten (17,7 Prozent) und auf Verletzungen und Vergiftungen (5,4 Prozent).

Bei Jugendlichen und bei jungen Erwachsenen unter 40 Jahren (zusammen rund zwei Prozent aller Sterbefälle) waren Unfälle die häufigste Todesursache, anteilsmäßig ebenfalls verhältnismäßig häufig waren Suizide. Insgesamt 90 Kinder starben im Vorjahr im Alter von ein bis unter zehn Jahren, hier waren neben Fehlbildungen Unfälle und Krebs häufige Ursache. Bei den Säuglingen - 245 Todesfälle - waren Geburtskomplikationen und angeborene Fehlbildungen die häufigsten Gründe für den frühen Tod.