Erstellt am 21. Mai 2012, 00:00

Hilfe für Eltern. RATGEBER / Ich-Botschaften sind ein Aspekt einer Erziehung, in der man liebevoll Grenzen setzt.

„Viele Erwachsene tun sich schwer, ehrlich und klar zu sagen, was sie denken, was sie fühlen und was sie wollen.“ Auch ihren Kindern gegenüber. „Das ist schade“, schreibt Maria Neuberger-Schmidt in ihrem neuen Buch „Gewaltfrei, aber nicht machtlos“. „Denn damit nehmen sie ihnen die Chance, sich in sie hineinzufühlen.“

Statt über sich selbst zu sprechen, kommen häufig „Du-Botschaften“. „Du bist unmöglich“, „Du bist schlimm“ … Also, Sätze, die man nicht mit „Ich“, sondern mit „Du“ beginnt. Sätze, die vorwurfsvoll sein können, verletzen, Wut und Widerstand erzeugen können, so Neuberger-Schmidt in ihrem Buch zum ABC-Elternführerschein®. „Bei der Du-Botschaft wird das Fehlverhalten des anderen betont.“ Hingegen: „Bei der Ich-Botschaft beschreibe ich, wie ich mich fühle, wie störendes Verhalten auf mich wirkt.“

Es wird ein konkretes Verhalten und nicht die ganze Person kritisiert. „Wenn wir Kinder in solcher Weise auf Fehler und Störverhalten aufmerksam machen, müssen sie nicht in Abwehr gehen.“ Sie werden fähig, Einsicht zu entwickeln und sich bemühen, Rücksicht zu nehmen.