Erstellt am 27. August 2012, 00:00

Hoffnung gegen Krebs. MEDAUSTRON / Im kommenden Jahr soll das Krebsforschungs- und Krebsbehandlungszentrum MedAustron in Wiener Neustadt in Betrieb gehen. Vertrag mit Cern wurde dazu verlängert.

Der Gebäudekomplex des Forschungszentrums, der bereits in Wiener Neustadt steht.  |  NOEN

VON MARTIN GEBHART

Seit den 90er-Jahren wird daran gearbeitet, dass in Wiener Neustadt ein riesiges Forschungszentrum entsteht. Im kommenden Jahr wird dieser Wunsch, der bereits mehrmals zu Grabe getragen worden war, als MedAustron erstmals in Betrieb gehen. Verbunden mit der Hoffnung, dass dort entscheidende Forschungen gegen die Menschheitsgeißel Krebs gelingen und dass mit dem Teilchenbeschleuniger auch Krebspatienten erfolgreich behandelt werden können.

Ein entscheidender Schritt auf diesem Weg war die Zusammenarbeit mit der weltbekannten Forschungseinrichtung Cern in Genf. Seit 2007 existiert ein Kooperationsvertrag, der nun in der Vorwoche von Landeshauptmann Erwin Pröll, Cern-Generaldirektor Rolf-Dieter Heuer im Palais Niederösterreich sowie dem Aufsichtsratsvorsitzenden der EBG MedAustron, Klubobmann Klaus Schneeberger feierlich verlängert wurde. Erwin Pröll: „In den Jahren der Zusammenarbeit wurden ausgezeichnete Erfolge erzielt.“ Die Zusammenarbeit zielt auf einem Wissentransfer und der Ausbildung von Fachkräften für MedAustron im Forschungszentrum Cern.

Weltweit nur vier derartige  Forschungsprojekte
Als Modellbeispiel, „was man in einer Partnerschaft erreichen kann, wenn man etwas erreichen will“, sieht Professor Rolf-Dieter Heuer die Zusammenarbeit. Und er betonte, dass es international bereits Interesse an dem Projekt in Wiener Neustadt gebe. Immerhin gibt es weltweit nur vier ähnlich gelagerte Zentren.

Die nächsten Schritte: Im Herbst soll mit der Installation des Teilchenbeschleunigers, dem Herzstück der Anlage, begonnen werden. Dann erfolgt der Probebetrieb, im Jahr 2020 soll dann der Vollbetrieb möglich sein. Dann können bis zu 1.400 Krebspatienten jährlich in Wiener Neustadt behandelt werden. Durch MedAustron werden 250 Vollzeit-Arbeitsplätze entstehen. Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Schneeberger: „Bis jetzt hat die Mannschaft punktgenau gearbeitet.“ Zeitplan und Finanzplan wurden eingehalten.