Erstellt am 26. März 2012, 00:00

Ideen aus NÖ. Wohlbefinden, ein Weinkeller gegen Stress – NÖ ist kreativ.

 |  NOEN
x  |  NOEN

VON CHRISTINE HAIDERER

Was die Gesundheit betrifft, sind Menschen und Unternehmen in NÖ sehr einfallsreich.

Ein Beispiel: das Papayamus gegen Blähungen & Co. Angefangen hat alles mit einem Burn-out, gefolgt von einem Aufenthalt in einem Kloster in Hawaii. Dort griffen die Mönche bei Verdauungsproblemen zur Papaya. Die Wirkung des Hausmittels faszinierte Franz M. Brenner, und so brachte er die Idee mit nach Europa. Genauer: in die Gemeinde Wienerwald im Bezirk Mödling. Und Caricol entstand. „Nach den gleichen Methoden zubereitet wie in Hawaii.“

Der Vorteil des Muses ist, dass der Effekt viel stärker ist als bei der Frucht selbst. „Die Wirkung wird versiebenfacht“, verrät der Geschäftsführer von Botanical Products International. Im Rahmen von Studien unter Geriatriepatienten zeigte sich, dass diese durch das Mus ihre sonst üblichen Abführmittel nicht mehr brauchten. Die Wirkung setzt jedoch nicht sofort ein. Sondern „langsam, sanft, nachhaltig“. Erste Anzeichen sind nach ein paar Tagen zu bemerken.

Mittlerweile ist Caricol als diätetisches Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke am Markt. Und das nicht nur in Österreich. „Caricol gibt es in 15 Ländern in Europa, in Russland und in Japan. Bald soll das Papayamus auch die USA erobern.

Ein Keller zum  Entspannen & Atmen

Ein weiteres Beispiel: der „gesunde Weinkeller“. Die Idee dazu hatte der so genannte „Kölladokta“ Walter Vejchoda beim Lesen eines Artikels über einen Heilklimastollen und die Effekte des dortigen Mikroklimas auf die Atemwege. Frei von Belastungen, mit einer hohen Luftfeuchtigkeit und einer konstanten Temperatur, dachte sich der eigentliche Psychologe, ist auch ein Weinkeller. Immerhin schaffen es Pollen, Pilzsporen & Co. nur selten in die unterirdischen Röhren. Und wenn doch, dann sorgt die Windstille dafür, dass die Partikel absinken und die hohe Luftfeuchtigkeit dafür, dass sie zudem beschwert werden. Also entstand der „gesunde Weinkeller“. Einer im Euregio-Keller in Seefeld-Kadolz, einer im Paar-Keller in der Kellergasse Gstettn in Poysdorf und bald gibt es auch einen in der Kellergasse Jetzelsdorf.

In diesen Weinkellern können die Menschen, die sich eingehüllt in eine Decke ein bis eineinhalb Stunden hineinlegen, reine Luft einatmen. Das schafft bei Pollenallergikern Erleichterung. Und die Stille? Die hilft beim Entspannen. Und weil das alles im Weinviertel stattfindet, darf natürlich auch ein Gläschen Wein nicht fehlen. Zumindest für die Erwachsenen. Vejchoda: „Ich bin überzeugt, dass Wein die ganzen Wirkungen fördert.“

Eine Wandfarbe, die  Gene einschaltet

Auch um Luft, genauer um Raumluft, geht es bei einer Farbe aus NÖ: der Ionit-Wandcreme. Ein Produkt der Ionit healthcare GmbH mit Sitz in Wopfing. Bei dieser Wandcreme dreht sich alles um Luftionen. Das Prinzip: Wenn sie mit Raumluft in Kontakt kommt, werden Luftionen erzeugt. Entstehen können solche übrigens auch in der Natur bei Gewittern, Wasserfällen usw., so Volker Mersch-Sundermann. Er hat am Uniklinikum Freiburg herausgefunden, dass eine höhere Konzentration von Luftionen in Lungenzellen bestimmte Gene einschalten kann. Gene, die bei der Abwehr von Infektionserregern eine Rolle spielen. Eine höhere Konzentration an Luftionen ist laut Hans-Peter Hutter vom Institut für Umwelthygiene zudem aktivierend und reduziert laut einer anderen Studie Feinstaub und Pollen in der Luft. Weil die Ionen die kleinen Partikel anziehen, diese verklumpen sich und fallen zu Boden.

Gesunde Ideen gibt es auf vielen Gebieten. Zum Beispiel auch im Bereich Kinderwunsch. Ein Grund, weshalb es mit dem Kinderkriegen nicht klappt, kann eine schlechte Beweglichkeit der Spermien sein. Um gerade in der Anfangsphase des Kinderwunsches – also, noch bevor drastische Maßnahmen angedacht werden – dieser Beweglichkeit nachzuhelfen, hat die Kairos Life Sciences Gmbh aus Mödling ZsticaTM Kinderwunsch entwickelt. Ein Gel, das spezielle Hyaluronsäuren enthält, die die Beweglichkeit fördern.