Erstellt am 13. Februar 2012, 00:00

Im Bett bleiben!. VIREN / Krank in die Arbeit? Manchmal geht es nicht anders. Aber wer auf Nummer sicher gehen will, bleibt zu Hause.

VON CHRISTINE HAIDERER

Der Hals kratzt. Die Nase läuft. Der Kopf brummt – und das genau jetzt, wo sich die Arbeit stapelt und eh schon mehrere Kollegen ausgefallen sind.

Erkältungen suchen sich selten den idealen Zeitpunkt aus. Die Folge: So mancher Arbeitnehmer geht auch krank arbeiten. Unter dem Motto „Was soll denn schon passieren?“. Passieren muss nicht immer etwas. Vor allem gesunden Menschen schadet ein Arbeiten mit Erkältung in der Regel nicht. „Aber man kann es nie wissen“, meint Friedrich Ring, Experte der Österreichischen Akademie für Arbeitsmedizin in Klosterneuburg. Selten, aber doch drohen gesundheitliche Folgen. So kann es vorkommen, dass Viren den Körper anfällig machen und damit auch Bakterien eindringen und Infektionen auslösen können.

Ob und wie krank man wird, ist nicht übrigens einheitlich zu beantworten. „Das hängt vom Virenstamm ab.“ Erkältungsviren gibt es rund 200. Mit unterschiedlichen Symptomen von Abgeschlagenheit über rinnende Nase bis hin zu Fieber. Und: „Es hängt von der Konstitution des Betroffenen ab.“

Krankheiten können sich  verschlechtern

Neben der normalen Erkältung gibt es aber auch noch die schwerwiegendere Influenza (oder echte Grippe). Typisch dafür: „Wenn man plötzlich hohes Fieber kriegt und in der Lebensenergie total eingeschränkt ist.“ Ist das der Fall, sollte man „möglichst nicht mit anderen in Kontakt kommen und sich und dem Organismus Ruhe gönnen“. Was meist kein Problem ist, weil der Körper 14 Tage Ruhe einfordert. Doch das ist nicht immer so. „Nicht jeder, der Influenza kriegt, hat massiv Fieber“, erläutert der Internist und Arbeitsmediziner. Und dann besteht die Gefahr zu übersehen, wie sehr der Körper leidet und ihm zu viel zuzumuten. Wenn dann noch Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder Herzkreislauferkrankungen vorliegen, können sich diese verschlechtern, und das kann gefährlich werden.

Vorsicht: Nicht nur fehlende Symptome, auch manche Medikamente, die das Gefühl vermitteln, dass es einem gut geht, können dazu führen, dass man die Situation unterschätzt.