Erstellt am 18. Februar 2014, 12:00

Immer mehr tagesklinische Patienten. Befragung | Der Großteil der Patienten ist mit dem Aufenthalt zufrieden.

 |  NOEN, Stefan Obernberger
In den NÖ Landeskliniken werden jedes Jahr 170.000 Operationen durchgeführt und 384.000 Patienten stationär behandelt. Knapp 30.000 von ihnen tagesklinisch.

„Der Vorteil liegt darin, dass der Patient am Abend wieder nach Hause gehen kann“, erläutert Landesrat Karl Wilfing. Zum Beispiel nach einer Grauen-Star-Operation, nach der Entfernung von Metallteilen nach einem Bruch, einer Krampfadern-Behandlung, einer Nierensteinzertrümmerung, kleinen gynäkologischen Eingriffen usw. – Eingriffe also, bei denen nicht mit Problemen zu rechnen ist.

Fast alle wollen wieder Tagesklinik

Vorteile sehen auch die Patienten, wie eine Befragung unter tagesklinischen Patienten zeigt. So sind 89 Prozent mit ihrem Aufenthalt sehr zufrieden. Über 94 Prozent sind mit der Terminabstimmung zufrieden, 96 mit der Art der Entlassung und Beratung. Und über 99 Prozent würden sich wieder an einer Tagesklinik operieren lassen.

„Ziel der NÖ Landeskliniken-Holding ist es, an allen größeren Häusern interdisziplinäre Tageskliniken zu etablieren“, so Wilfing. Wie beispielsweise in Mödling. Dort werden alle tagesklinischen Angebote an einer Station gebündelt.

Begonnen hat die tagesklinische Versorgung in Niederösterreich übrigens 2009. Anfangs lag der Anteil der Patienten, die tagesklinisch behandelt wurden, bei 2,5 Prozent. Mittlerweile ist er auf 7,6 Prozent angewachsen. Im Vergleich dazu beträgt er österreichweit nur 5,1 Prozent. Hoch ist der Anteil insbesondere bei Augen-Operationen. So wird die Operation des Grauen Stars zu 85 Prozent tagesklinisch durchgeführt.

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